Kartoffeln für Hunde
Dürfen Hunde Kartoffeln fressen?
Kartoffeln sind für viele Menschen echtes Wohlfühlessen – und landen deshalb schnell mal als „Kann der Hund davon auch was haben?“ im Kopf. Die gute Nachricht: Hunde dürfen Kartoffeln essen, wenn sie richtig zubereitet sind. Die wichtigste Regel lautet: Kartoffeln nur gekocht, am besten geschält und natur. Roh, grün verfärbt oder keimend sind Kartoffeln für Hunde tabu.
Hinweis: Dog Bakery ist weder Tierarztpraxis noch Hundeernährungsberatung. Die Infos sind Inspiration für den Alltag und fürs Backen – bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen bitte tierärztlich abklären.
Kartoffeln für Hunde: Was ist erlaubt – und was nicht?
Gekochte Kartoffeln: in Maßen okay
Gekochte Kartoffeln (weich gegart, natur, ohne Gewürze) sind für viele Hunde gut verträglich. Sie liefern vor allem Stärke und damit Energie. Als gelegentliche Beilage oder kleiner Snack ist das meist unproblematisch – solange es nicht zur „Hauptsache“ wird.
Roh, grün oder keimend: bitte nicht
Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. In rohen Kartoffeln – besonders in Schale, Keimen und grünlichen Stellen – kann Solanin enthalten sein, ein natürlicher Pflanzenstoff, der für Hunde problematisch werden kann. Deshalb gilt:
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❌ Rohkartoffel: nicht füttern
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❌ Grüne Stellen: konsequent weg (im Zweifel ganze Knolle entsorgen)
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❌ Keimende Kartoffeln: nicht verwenden
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❌ Kartoffelpflanze/Blätter: tabu
So bereitest Du Kartoffeln hundefreundlich zu
Wenn Kartoffel, dann möglichst simpel:
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Garen: kochen oder dämpfen, bis sie wirklich weich ist
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Schälen: besonders sinnvoll, weil Problemstoffe eher in/unter der Schale sitzen
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Natur lassen: kein Salz, kein Fett, keine Gewürze, keine Soßen
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Abkühlen lassen: lauwarm oder kalt geben, nicht heiß
Warum Pommes, Chips & Co. nicht passen
Frittierte Kartoffelprodukte oder stark gewürzte Varianten sind wegen Fett, Salz und Zusätzen keine gute Idee – weder als Snack noch „mal kurz probieren“.
Wie viel Kartoffel darf ein Hund essen?
Kartoffel ist kein „Freifahrtschein“, sondern ein Extra. Als grobe Orientierung:
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kleiner Hund: 10–20 g gekochte Kartoffel
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mittlerer Hund: 20–40 g
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großer Hund: 40–80 g
Wichtig ist weniger die Grammzahl als der Gedanke dahinter: Extras sollten nur einen kleinen Teil des täglichen Futters ausmachen. Bei sensiblen Mägen lieber mit sehr kleinen Mengen starten.
Wann Kartoffeln besser weglassen?
Kartoffeln lieber nicht (oder nur nach tierärztlicher Rücksprache), wenn:
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Gewicht ein Thema ist (Kartoffeln liefern schnell Energie)
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eine Spezialdiät läuft
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es bekannte Stoffwechsel- oder Verdauungsthemen gibt und stärkehaltige Beilagen schlecht vertragen werden
Kartoffeln in Hundekeksen: Der Dog-Bakery-Back-Check
Kartoffeln können beim Hundekekse backen ein richtig guter Helfer sein – vor allem, weil sie Bindung und Saftigkeit in den Teig bringen. Entscheidend ist die Form, in der Kartoffel verarbeitet wird:
Welche Form funktioniert am besten?
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gekocht & zerdrückt/püriert: wirkt wie ein mildes Bindemittel, macht den Teig geschmeidig
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Kartoffelflocken (pur, ohne Zusätze): binden Flüssigkeit und machen Teig schnell formbar
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Kartoffelstärke: hilft bei Struktur und kann (je nach Rezept) knusprigere Ergebnisse unterstützen
Typische Backeffekte von Kartoffel im Teig
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mehr Feuchtigkeit → Kekse eher soft/mürbe
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bessere Bindung → leichter zu formen (vor allem mit mehliger Sorte)
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Risiko „zu weich“ → Kekse brauchen oft dünnere Form und/oder Nachtrocknen
Neu im Lexikon: Welche Kartoffelsorte macht was im Hundekeksteig?
Kartoffelsorten unterscheiden sich vor allem darin, wie stark sie beim Garen zerfallen und wie viel Stärke sie im Teig „freigeben“. Das beeinflusst direkt, ob der Teig eher klebrig-bindend, ausrollfreundlich, bröselig oder am Ende knusprig wird.
Mehligkochend: maximale Bindung, besonders teigfreundlich
So wirkt mehligkochend im Teig:
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zerfällt beim Kochen stark → lässt sich sehr fein zerdrücken
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gibt viel Stärke ab → Teig wird bindiger und oft leichter auszurollen
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Ergebnis: Kekse eher mürbe bis soft, selten „krach-knusprig“
Gut geeignet für:
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Ausstechkekse, Training-Happen, softere Kekse
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Rezepte, bei denen Kartoffel eine Hauptrolle als Bindung spielen soll
Typische Anpassung:
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Wird der Teig zu weich: lieber 5–15 g trockene Zutat (z. B. Kartoffelstärke oder Hülsenfrüchte-Mehl) ergänzen, statt mehr Kartoffel zu nehmen.
Vorwiegend festkochend: der stabile Allrounder
So wirkt vorwiegend festkochend im Teig:
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bleibt beim Kochen stabiler, lässt sich aber gut zerdrücken
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Bindung ist ausgewogen: nicht zu klebrig, nicht zu bröselig
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Ergebnis: Kekse meist formstabil und gut planbar
Gut geeignet für:
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fast alle Standardrezepte
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Kekse, die gleichmäßig backen und nicht auseinanderlaufen sollen
Typische Anpassung:
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Meist braucht es keine große Korrektur. Wenn der Teig beim Ausrollen reißt: ein kleiner Anteil Kartoffelstärke (z. B. 5–10 g) kann helfen.
Festkochend: mehr Struktur, weniger Bindung
So wirkt festkochend im Teig:
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hält die Struktur am stärksten → beim Zerdrücken eher stückiger
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gibt weniger Stärke frei → Teig kann schneller bröselig wirken
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Ergebnis: Kekse können fester und bei guter Trocknung knuspriger werden – brauchen aber meist mehr „Teig-Hilfe“
Gut geeignet für:
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rustikale Happen (geformt statt ausgestochen)
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wenn bewusst mehr Biss gewünscht ist
Typische Anpassung:
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Wenn der Teig bröselt: eher mehr Bindung (z. B. Ei, Leinsamen-Gel, Flohsamenschalen-Gel) oder mehr Stärke (z. B. +10–20 g Kartoffelstärke) – und bei Bedarf minimal Flüssigkeit.
Teig-Fehler schnell lösen (Kartoffel-Edition)
Teig ist zu klebrig
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Kartoffel war sehr feucht püriert oder Sorte war mehlig
✅ Lösung: in kleinen Schritten trockene Zutat ergänzen (z. B. Kartoffelstärke)
Teig reißt beim Ausrollen
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Bindung fehlt (oft bei festkochend)
✅ Lösung: Bindemittel ergänzen (Ei oder Gel) oder etwas Stärke dazu
Kekse werden nicht knusprig
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zu dick geformt oder zu feucht
✅ Lösung: dünner ausrollen + nach dem Backen nachtrocknen (Ofen aus, Tür einen Spalt offen)
Wenn Kartoffel nicht passt: Alternativen fürs Backen
Manche Hunde mögen Kartoffel nicht oder vertragen stärkehaltige Zutaten nur in kleinen Mengen. Gute Alternativen fürs Hundekekse backen:
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Kürbis (gekocht/püriert): mild, teigfreundlich, saftiges Ergebnis
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Pastinake (gekocht/püriert): leicht süßlich, bindet angenehm
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Zucchini (gerieben, gut ausgedrückt): leicht, aber feucht – dosiert einsetzen
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Tapiokastärke statt Kartoffelstärke: ähnliche Bindung, andere Textur
Mini-Back-Tipp fürs Lexikon (ohne Getreidemehle, alles in Gramm)
Wenn im Rezept „Kartoffel“ steht, klappt’s zuverlässiger, wenn die Kartoffel nicht wässrig püriert wird:
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Kartoffeln nach dem Kochen 2–3 Minuten ausdampfen lassen
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dann zerdrücken (statt mit viel Flüssigkeit zu pürieren)
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dadurch wird der Teig formbarer und die Kekse trocknen besser
