Buttermilch für Hunde

Dürfen Hunde Buttermilch trinken?

Ja, viele Hunde dürfen Buttermilch in kleinen Mengen bekommen – aber sie ist kein Muss und nicht für jeden gut verträglich. Entscheidend ist vor allem der Laktosegehalt und wie empfindlich Dein Hund auf Milchprodukte reagiert. Als Zutat fürs Backen kann Buttermilch praktisch sein, weil sie Teig gut verbindet und mild schmeckt.

„Auf einen Blick“ Box

  • Geeignet? Bedingt geeignet (kleine Mengen, Verträglichkeit testen)

  • Am besten: Natur-Buttermilch pur, ungesüßt – oder als Backzutat im Teig

  • Roh? Möglich, wenn sie frisch ist und Dein Hund Milchprodukte verträgt; erhitzen ist nicht nötig

  • Wichtig: Keine gezuckerte/gesüßte Buttermilch, keine Aromen (Vanille, Kakao), keine „Drink“-Varianten, keine Gewürze, keine Mixgetränke

  • Für empfindliche Hunde: Mit winziger Menge starten und 24 Stunden beobachten

  • Typische Portion: Ein kleiner Schluck oder ein paar Löffel als Extra – nicht als „Schüsselchen“ ersetzen

Was ist Buttermilch aus Ernährungs-Sicht?

Buttermilch ist ein Milchprodukt, das beim Buttern entsteht bzw. heute meist als fermentierte Milch hergestellt wird. Sie enthält im Vergleich zu vielen anderen Milchprodukten weniger Fett, liefert aber trotzdem Eiweiß und Mineralstoffe wie Calcium. Durch die Fermentation ist sie oft etwas besser verträglich als normale Milch, weil sich die Zusammensetzung verändert – trotzdem kann noch Laktose enthalten sein. Im Hundekontext ist Buttermilch deshalb eher ein „kleines Extra“ und keine Basiszutat. Ob sie passt, hängt weniger von „gesund oder ungesund“ ab, sondern davon, wie sensibel Dein Hund auf Milchprodukte reagiert und wie groß die Menge ist.

Vorteile von Buttermilch für Hunde

  • Sie ist mild im Geschmack und wird von vielen Hunden gern angenommen.

  • Sie bringt Feuchtigkeit in Teige und kann Hundekekse saftiger machen.

  • Sie enthält Eiweiß und Calcium, allerdings nur in dem Maß, wie die Menge wirklich klein bleibt.

  • Durch die Fermentation wird sie von manchen Hunden besser vertragen als normale Milch.

  • Sie kann eine praktische Zutat sein, wenn Du Trockenheit im Teig ausgleichen willst, ohne direkt Fett zuzugeben.

So erkennst Du, ob Dein Hund Buttermilch gut verträgt

  • Der Kot bleibt normal geformt und verändert sich nicht Richtung „weicher“.

  • Dein Hund hat nach dem Fressen keinen auffälligen Blähbauch.

  • Es gibt kein vermehrtes Schmatzen, Aufstoßen oder Unruhe nach der Portion.

  • Haut und Ohren bleiben wie gewohnt (keine neue Rötung, kein plötzliches Kratzen).

  • Appetit und Stimmung sind normal, kein „Grummeln“ oder häufiges Grasfressen.

Risiken & wann Buttermilch problematisch sein kann

  • Laktose-Empfindlichkeit: Manche Hunde reagieren schon auf kleine Mengen mit Durchfall oder Blähungen.

  • Ungeeignete Produkte: Gesüßte Buttermilch, Buttermilch-Drinks, Aromen oder Zusätze können unnötig belasten.

  • Zu große Mengen: Dann wird aus einem Extra schnell ein „Milch-Snack“ – und das endet häufig mit weichem Kot.

  • Sehr empfindlicher Magen-Darm-Trakt: Bei Hunden, die schnell auf Futterwechsel reagieren, kann Buttermilch zu viel sein.

  • Unklare Unverträglichkeiten: Wenn Dein Hund bei Milchprodukten regelmäßig Probleme hat, ist Buttermilch meist keine gute Idee.

Wenn Du merkst, dass Dein Hund mit weichem Kot, Bauchgeräuschen oder Blähungen reagiert, lässt Du Buttermilch am besten wieder weg. Oft reicht es schon, beim nächsten Mal deutlich kleiner zu starten – oder Buttermilch nur noch im gebackenen Keks zu verwenden, weil die Gesamtmenge pro Keks dann sehr niedrig ist. Wenn die Reaktion wiederkommt, ist „streichen“ die sinnvollste Lösung.

So fütterst Du Buttermilch richtig

Buttermilch sollte für Hunde immer naturbelassen und ungesüßt sein. Wenn Du sie pur gibst, dann als kleines Extra und nicht „oben drauf in großen Mengen“. Gerade am Anfang ist weniger wirklich mehr, weil Milchprodukte schnell sichtbar am Kot werden. Für viele ist Buttermilch als Backzutat die entspanntere Variante: Im Teig verteilt sich die Menge, und Du hast mehr Kontrolle pro Keks. Achte darauf, dass die Buttermilch frisch ist und nach dem Öffnen zügig verbraucht wird.

  • Nimm Natur-Buttermilch ohne Zucker, ohne Aroma, ohne Zusätze.

  • Starte mit winziger Menge und beobachte 24 Stunden.

  • Gib sie nicht eiskalt direkt aus dem Kühlschrank, wenn Dein Hund empfindlich reagiert.

  • Vermeide Mischungen aus Küche wie „Buttermilch mit Gewürzen“, Dressings oder Marinaden.

  • Wenn Du backst: erst normal mischen, dann Buttermilch schluckweise zugeben.

Mengenorientierung (ohne starre Gramm-Regeln)

Buttermilch ist kein Grundnahrungsmittel, sondern ein Extra. Für den Alltag reicht oft schon ein kleiner Schluck im Napf oder ein Löffel im Futter, wenn Dein Hund sie gut verträgt. Je kleiner der Hund und je sensibler der Darm, desto kleiner sollte der Start sein. Als Backzutat gilt: Lieber weniger Buttermilch im Teig und dafür bei Bedarf minimal nachjustieren, als den Teig zu weich zu machen.

Eine einfache Faustregel: Gemüse/Extras nur als kleiner Anteil der Tagesration – neue Sorten einzeln testen.

Buttermilch in Hundekeksen: Backeigenschaften & Praxis

Buttermilch bringt vor allem Feuchtigkeit in den Teig. Das kann super sein, wenn Dein Teig krümelig wirkt oder die Masse nicht richtig zusammenfinden will. Gleichzeitig kann sie einen Teig aber auch schneller weich machen, besonders wenn Du sehr saugfähige Zutaten verwendest oder schon viel püriertes Obst/Gemüse drin hast.

Bei der Bindung hilft Buttermilch indirekt: Sie verbindet trockene Zutaten und sorgt für eine gleichmäßigere Teigführung. Für stabile Hundekekse brauchst Du trotzdem eine klare Struktur im Teig – zum Beispiel über Ei, stärkehaltige Komponenten oder Saaten. Geschmacklich ist Buttermilch mild-säuerlich, das ist in Keksen meist unauffällig und harmoniert gut mit Möhre, Apfel oder etwas Banane.

Konsistenz-Tipps

  • Buttermilch immer schluckweise zugeben, nicht „einfach rein“.

  • Wenn der Teig zu weich wird: mit Kokosmehl oder Tapiokastärke ganz vorsichtig nacharbeiten.

  • Wenn der Teig krümelt: erst weiterkneten, dann minimal Buttermilch ergänzen.

  • Für knusprige Kekse: eher dünner ausrollen und nach dem Backen gut auskühlen lassen.

Fragen aus der Dog Bakery Community

Ist Buttermilch besser als normale Milch für Hunde?

Viele Hunde vertragen Buttermilch eher als normale Milch, weil sie fermentiert ist. Eine Garantie ist das nicht, denn Laktose kann trotzdem enthalten sein. Der Verträglichkeitstest ist entscheidend.

Welche Buttermilch ist die richtige?

Am besten ist Natur-Buttermilch ohne Zucker, ohne Aroma und ohne „Drink“-Zusätze. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Alles mit Vanille, Früchten oder Süßung würde ich weglassen.

Buttermilch im Hundekeks – was tun, wenn der Teig zu weich wird?

Dann hast Du meist zu viel Flüssigkeit erwischt. Lass den Teig kurz ruhen und arbeite dann sehr sparsam mit Kokosmehl oder Tapiokastärke nach. Beim nächsten Mal Buttermilch wirklich schluckweise zugeben.

🔄 Aktualisiert: 28. Januar 2026

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