Vegane Joghurt-Linsen-Kugeln für Hunde – weiche Hundeleckerlis ohne Ei & ohne Mehl
Warum dieses Rezept bewusst einfach gehalten ist
Dieses Rezept ist bewusst einfach gehalten und kommt ohne Ei, ohne Mehl und ohne tierische Zutaten aus. Gerade bei selbstgemachten Hundesnacks ist es sinnvoll, die Zutaten klar zu halten und ihre Eigenschaften zu kennen. So lässt sich besser einschätzen, warum der Teig sich so verhält, wie er es tut, und worauf Du beim Backen und Trocknen achten solltest.
Die Rolle der roten Linsen im Teig
Gekochte rote Linsen bilden die Basis dieser Kugeln und sorgen für Volumen und Struktur. Damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbinden, müssen sie sehr weich gekocht und fein zerdrückt werden. Bleiben größere Stücke im Teig, kann das dazu führen, dass die Kugeln beim Formen oder nach dem Backen schneller auseinanderfallen.
Kokosjoghurt als feuchte Komponente
Der ungesüßte Kokosjoghurt bringt Feuchtigkeit in die Masse und unterstützt eine weiche Konsistenz nach dem Backen. Je nach Hersteller kann Kokosjoghurt unterschiedlich fest sein, was sich direkt auf die Teigstruktur auswirkt. Deshalb lohnt es sich, den Joghurt gut unterzurühren und die Masse vor dem Formen kurz zu prüfen.
Gepuffter Amaranth und seine Bindeeigenschaft
Gepuffter Amaranth übernimmt im Rezept eine wichtige Funktion, da er Flüssigkeit aufnimmt und dem Teig nach einer kurzen Ruhezeit mehr Stabilität gibt. Die Quellzeit nach dem Untermischen ist daher entscheidend und sorgt dafür, dass sich die Kugeln später gleichmäßig formen lassen.
Kokosöl für Verarbeitung und Backergebnis
Das Kokosöl unterstützt die Geschmeidigkeit des Teigs und hilft dabei, ein Austrocknen während des Backens zu vermeiden. Es sorgt außerdem dafür, dass sich die Kugeln nach dem Backen angenehm anfühlen und nicht stumpf oder bröselig werden.
Backen und Trocknen – der Schlüssel zur richtigen Konsistenz
Die relativ kurze Backzeit bei moderater Temperatur sorgt dafür, dass die Kugeln durchgegart sind, ohne hart zu werden. Die anschließende Trocknungszeit im ausgeschalteten Ofen reduziert überschüssige Feuchtigkeit schonend und gibt den Kugeln mehr Stabilität, während das Innere weich bleibt.

Hundekugeln mit Joghurt und roten Linsen
Zubehör
- 1 Kochtopf
- 1 Rührschüssel
- 1 Gabel
- 1 Teelöffel
- 1 Backpapier
- 1 Küchenwaage
Zutaten
- 80 gr rote Linsen (gekocht)
- 70 gr Kokosjoghurt, ungesüßt
- 30 gr Amaranth, gepufft
- 1 TL Kokosjoghurt
Anleitung
- Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus, damit die Kugeln später nicht anhaften.
- Gib die 80 gr gekochten roten Linsen in eine Schüssel und zerdrücke sie mit einer Gabel sehr gründlich, bis eine möglichst gleichmäßige, dicke Masse entsteht, da grobe Linsenreste die Kugeln später bröselig machen können.
- Rühre den ungesüßten Kokosjoghurt gleichmäßig unter die Linsenmasse, bis alles gut verbunden ist und eine cremige Konsistenz entsteht.
- Erwärme das Kokosöl kurz, bis es flüssig ist, und rühre es anschließend unter die Masse, damit die Kugeln später weich bleiben und nicht austrocknen.
- Hebe den gepufften Amaranth unter die Masse und lasse den Teig danach etwa 5–10 Minuten stehen, damit der Amaranth Feuchtigkeit aufnimmt und der Teig formstabil wird.
- Nimm kleine Portionen Teig ab und rolle sie mit leicht angefeuchteten Händen zu gleichmäßigen Kugeln, die Du anschließend mit etwas Abstand auf das Backblech setzt.
- Backe die Kugeln für etwa 12–15 Minuten im vorgeheizten Ofen, wobei sie bewusst weich bleiben sollen und nicht zu lange im Ofen stehen dürfen.
- Schalte den Ofen aus, öffne die Ofentür einen Spalt und lasse die Kugeln für weitere 30–60 Minuten im warmen Ofen nachtrocknen, damit sie außen leicht stabiler werden, innen aber weich bleiben.
- Nimm die Kugeln aus dem Ofen und lasse sie vollständig auskühlen, bevor Du sie verfütterst oder lagerst.
Fragen aus der Dog Bakery Community
Die Trocknungszeit ist empfehlenswert, weil sie überschüssige Feuchtigkeit sanft reduziert. Dadurch werden die Kugeln außen etwas stabiler, ohne ihre weiche Konsistenz im Inneren zu verlieren.
Ja, das ist möglich. Wichtig ist, dass der Joghurt ungesüßt, naturbelassen und möglichst cremig ist, da sehr flüssige Sorten den Teig schnell zu weich machen. Für Hunde eignen sich vor allem ungesüßter Kokosjoghurt sowie naturbelassener Sojajoghurt. Beide haben eine stabile, cremige Konsistenz und lassen sich gut in den Teig einarbeiten. Ungesüßter Haferjoghurt kann ebenfalls funktionieren, sofern er dick-cremig ist und nur wenige Zutaten enthält.
Nicht empfehlenswert ist Mandeljoghurt, da er meist sehr wässrig ist, schlecht bindet und die Teigstruktur negativ beeinflussen kann.
Unabhängig von der Sorte gilt: Der Joghurt sollte keine Aromen, keinen Zucker, keine Süßstoffe und keine unnötigen Zusätze enthalten.
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Verwende dabei naturbelassenen Joghurt aus Kuhmilch, ohne Zucker, ohne Aromen und ohne Zusätze. Am besten eignet sich Joghurt mit höherem Fettanteil, da er cremiger ist und den Teig weniger verwässert als sehr fettarme Varianten.
Beachte dabei, dass Kuhmilch-Joghurt die Rezeptidee von „vegan“ verändert und sich die Konsistenz leicht unterscheiden kann. Starte am besten mit einer kleinen Menge und prüfe den Teig, bevor Du alle Kugeln formst.
Rote Linsen
Rote Linsen sind für Hunde am besten geeignet, besonders für selbstgemachte Hundekekse. Sie zerfallen beim Kochen sehr weich, lassen sich gut zerdrücken oder pürieren und binden sich gleichmäßig im Teig. Genau deshalb funktionieren sie ideal in Rezepten wie weichen Kugeln oder Backmatten-Leckerlis.
Gelbe Linsen
Gelbe Linsen sind ähnlich wie rote Linsen geschält und werden ebenfalls relativ weich. Sie können verwendet werden, sollten aber ebenfalls sehr gut gekocht und fein verarbeitet werden, damit keine körnige Struktur entsteht.
