Hundegummibärchen selber machen: Gummidrops für Hunde mit Kokosjoghurt (ohne Backen)
Hundegummibärchen: Gummidrops für Hunde mit Kokosjoghurt (ohne Backen)
Bunte Hundegummibärchen sind der perfekte kleine Snack fürs Training, für Schleckmatten-Momente oder als besondere Belohnung. Diese Gummidrops für Hunde werden ohne Backen gemacht und bekommen ihre Form durch Gelatine (oder eine passende Alternative). Mit Kokosjoghurt entstehen cremige, kleine Drops – auf Wunsch sogar in mehreren Farben.
Auf einen Blick
Rezeptart: Hundeleckerli ohne Backen / Hundesnack / Hundegummibärchen
Zubereitung: XX Minuten
Kühlzeit: XX Stunden
Konsistenz: weich bis gummig (je nach Gelatine-Menge)
Besonders praktisch: ideal für Silikonformen, Mini-Förmchen oder Backmatten
Zutatenwissen: Was in den dreifarbigen Gummidrops steckt – und worauf es wirklich ankommt
Damit die Drops nicht nur hübsch aussehen, sondern auch sauber gelingen (Konsistenz, Form, Haltbarkeit), lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutaten. Hier kommt der praktische Teil – ohne Marketing-Blabla und ohne Gesundheitsversprechen.
Hinweis: Die Infos sind als Küchenwissen und Inspiration gedacht. Bei Unverträglichkeiten, Erkrankungen oder speziellen Diäten immer individuell abklären lassen.
Kokosjoghurt: Basis, Bindung, Bauchgefühl
Kokosjoghurt ist die cremige Grundlage der Drops. Er sorgt dafür, dass die Gelatine später nicht nur „glitschig“ wird, sondern eine angenehme, weiche Textur bekommt.
Darauf kommt’s beim Kauf an:
- Unbedingt ungesüßt wählen (kein Zucker, keine Süßstoffe wie Xylit – Xylit ist für Hunde gefährlich).
- Kurze Zutatenliste ist oft die bessere Wahl: Kokos + Wasser + Kulturen. Viele Produkte enthalten Verdickungsmittel – die sind nicht automatisch „schlecht“, können aber die Konsistenz beeinflussen.
- Je nach Marke ist Kokosjoghurt sehr unterschiedlich fest. Fester Joghurt ergibt eher „puddingige“, stabilere Drops; flüssiger Joghurt kann weichere Drops machen.
So wird er im Rezept am besten verarbeitet:
- Vor dem Mischen glatt rühren (Kokos trennt sich gerne in Fett/Flüssigkeit).
- Nicht eiskalt verwenden, wenn die Gelatine dazu kommt: zu große Temperaturunterschiede können Klümpchen begünstigen.
Alternative, falls Kokos nicht passt:
- Ein milder, laktosefreier Joghurt oder eine passende pflanzliche Alternative funktioniert oft ebenfalls – wichtig ist die Konsistenz (nicht zu wässrig).
Kokosraspel: Textur-Booster mit Nebenjob
Kokosraspel werden oft unterschätzt: Sie bringen Struktur in die Drops. Dadurch wirken sie „griffiger“ und weniger wie reine Gelatine-Wackelpuddingwürfel.
Was Kokosraspel im Rezept leisten:
- Sie können Drops etwas stabiler machen, weil sie Flüssigkeit „binden“.
- Sie geben eine leichte Kaubarkeit (gerade bei sehr kleinen Formen ein Plus).
So nutzt du sie clever:
- Feine Raspel passen besser als grobe Chips – die lösen sich gleichmäßiger ein und stören nicht beim Ausformen.
- Wenn der Hund zu hastigem Schlingen neigt, lieber sehr fein oder sparsamer dosieren, damit die Drops schön glatt bleiben.
Alternative, wenn Kokosraspel nicht gewünscht sind:
- Ein kleines bisschen mildes Gemüse-Püree (z. B. Kürbis) kann ebenfalls Struktur geben – verändert aber Farbe und Geschmack.
Wasser: Klingt banal, entscheidet aber über die Konsistenz
Wasser ist hier nicht einfach „Füllstoff“. Es ist der Arbeitsstoff, in dem Gelatine und Farbpulver zuverlässig verteilt werden.
Warum das wichtig ist:
- Gelatine braucht Flüssigkeit, um sauber zu quellen und später gleichmäßig zu gelieren.
- Farbpulver lässt sich in Wasser oft klümpchenfreier anrühren als direkt im Joghurt.
Praktischer Tipp:
- Wenn die Drops zu weich werden, liegt es häufig an zu viel Gesamtflüssigkeit oder an einer Gelatine, die nicht sauber gelöst wurde – nicht am Wasser „an sich“. Saubere Verarbeitung ist hier wichtiger als „mehr Gelatine reinwerfen“.
Gelatine: Der Unterschied zwischen „wackelt“ und „Drop“
Gelatine ist die Zutat, die aus einer Joghurtmasse überhaupt erst gummiartige Snacks macht. Sie ist also nicht nur „eine Zutat“, sondern die komplette Statik des Rezepts: Sie entscheidet, ob die Drops sauber aus der Form kommen – oder ob alles eher nach Wackelpudding aussieht.
Wichtig vorweg: Empfehlung nur Rinder- oder Fischgelatine
Rund um Schwein gibt es in der Hundeernährung einen bekannten Grundsatz: Rohes Schwein sollte nicht gefüttert werden (Stichwort Aujeszky/Pseudorabies). Gelatine ist zwar ein stark verarbeitetes Produkt und nicht mit rohem Fleisch gleichzusetzen – trotzdem sorgt „Schwein“ bei vielen Hundehaushalten für Unsicherheit.
Damit gar nicht erst Fragen aufkommen, ist es bei diesen Gummidrops am einfachsten: nur Rinder- oder Fischgelatine verwenden.
✅ Rindergelatine
✅ Fischgelatine
Damit Gelatine wirklich funktioniert (und nicht frustriert)
1) Nicht kochen.
Gelatine mag es sanft. Zu hohe Hitze kann die Gelierleistung schwächen – Ergebnis: zu weich, obwohl die Grammzahl eigentlich stimmt.
2) Vollständig lösen.
Wenn Gelatine nicht komplett gelöst ist, entstehen typische „Gelatine-Fäden“, Körnchen oder Klümpchen. Das merkt man später beim Kauen – und beim Ausformen.
3) Genau abwiegen.
Bei Gelatine sind ein paar Gramm nicht „egal“. Gerade bei kleinen Formen ist die Spanne zwischen „perfekt“ und „zu weich“ überraschend klein.
4) Temperatur-Logik beachten.
Kokosjoghurt ist oft sehr kalt, Gelatine wird warm gelöst – zu starke Temperaturunterschiede können Klümpchen fördern. Joghurt vorher glatt rühren und die Gelatine lieber in einem dünnen Strahl einarbeiten.
Textur steuern (ohne Trial & Error)
- Mehr Gelatine = fester, „gummiger“
- Weniger Gelatine = weicher, eher „puddingig“
- Mini-Förmchen brauchen oft etwas mehr Stabilität, weil beim Auslösen mehr Zug auf die Drops kommt.
Küchenregel: Wenn eine Marke bei euch perfekt funktioniert, lohnt es sich, dabei zu bleiben. Gelatine ist eine der Zutaten, bei der „mal eben wechseln“ spürbar sein kann.
Gelatine-Formen im Alltag: Pulver, Blatt oder Sofortgelatine?
Pulvergelatine (Rind/Fisch): flexibel, präzise, ideal für Drops
Pulvergelatine ist für Gummidrops oft die beste Wahl, weil sie sich exakt abwiegen lässt und sehr reproduzierbar ist.
So klappt’s zuverlässig:
- In kalter Flüssigkeit quellen lassen (z. B. Wasser) – oder nach Packungsangabe
- Danach sanft erwärmen, bis sie klar gelöst ist (nicht kochen)
- Erst dann in die Kokosjoghurt-Masse einarbeiten
Warum das hier so gut passt:
Damit lässt sich die Konsistenz sehr genau Richtung „Drop“ statt „Wackel“ steuern.
Blattgelatine (Rind/Fisch): funktioniert auch, braucht aber saubere Umrechnung
Blattgelatine kann genauso gelieren, ist aber etwas „umständlicher“, weil sie erst eingeweicht und ausgedrückt wird.
So funktioniert’s:
- Blätter in kaltem Wasser einweichen
- ausdrücken
- in warmer Flüssigkeit auflösen (nicht kochen)
Wichtig: Eine pauschale Umrechnung ist schwierig, weil Blattgrößen und Gelierstärken je nach Hersteller variieren können. Wenn keine klare Herstellerangabe vorliegt, ist Pulvergelatine für dieses Rezept meist die stressfreiere Option.
Sofortgelatine/Instant (Rind/Fisch): nur geeignet, wenn exakt verarbeitet
Sofortgelatine ist dafür gemacht, ohne klassische Quellzeit schnell zu binden. In cremigen Massen kann sie aber leichter klumpen oder ungleichmäßig gelieren, wenn sie nicht exakt nach Anleitung eingearbeitet wird.
Wenn Sofortgelatine genutzt wird:
- streng nach Packungsangabe arbeiten
- am besten einrieseln lassen und sofort kräftig rühren
- ggf. erst mit etwas Flüssigkeit „vorverrühren“, damit sie nicht direkt in der kalten, dickeren Masse „ansetzt“
Praxis-Tipp: Für gleichmäßige Hundegummibärchen sind klassische Pulvergelatinen aus Rind oder Fisch meistens verlässlicher.
Bonus: Der Bloom-Wert (wenn er draufsteht)
Manche Gelatine nennt den Bloom-Wert. Der steht grob für die Gelierkraft.
Merksatz:
Höherer Bloom-Wert → bei gleicher Menge oft festeres Ergebnis.
Wenn ihr also die Marke wechselt und plötzlich alles anders ist, kann genau das der Grund sein.
Alternative ohne Gelatine
Agar-Agar ist möglich, aber es geliert anders: eher „gelartig“ als „gummiartig“ und braucht eine andere Verarbeitung (meist kurz aufkochen). Wer das typische „Gummibärchen-Feeling“ möchte, landet mit Rinder- oder Fischgelatine in der Regel näher dran.
Natürliche Farbpulver: schön, aber auch „technisch“
Farbpulver macht die Drops nicht nur optisch spannend – es verändert auch Geschmack, Geruch und teilweise die Konsistenz. Hier steckt viel Potenzial, aber auch ein paar typische Stolperfallen.
Kurkuma: Gelb mit Charakter
Kurkuma färbt extrem stark – und schmeckt auch deutlich mit, wenn zu viel drin ist.
So klappt’s ohne „Kurkuma-Schock“:
- Wirklich mini dosieren (oft reicht eine Messerspitze).
- Am besten erst in etwas Wasser anrühren, dann in die Masse geben.
- Kurkuma kann leicht „trocken“ wirken – in cremiger Basis fällt das weniger auf.
Spirulina: kräftiges Grün, eigenwilliger Geruch
Spirulina liefert ein sattes Grün, hat aber einen sehr typischen Eigengeruch. Manche Hunde lieben’s, manche drehen ab.
Tricks, damit es besser ankommt:
- Sehr sparsam starten und Farbe lieber langsam aufbauen.
- In sehr kleiner Menge bleibt das Grün hübsch, ohne dass der „Algen-Ton“ dominiert.
- Gut glattrühren (Spirulina klumpt gern).
Rote Beete: Rosa bis Rot, meist unkompliziert
Rote Beete ist oft die „einfachste“ Farbe, weil sie mild funktioniert und relativ gut in Joghurtmassen aufgeht.
Wichtig für ein gleichmäßiges Ergebnis:
- Vorher in Wasser anrühren, dann in die Masse.
- Je nach Pulver wird’s eher pink als knallrot – das ist normal.
Alternativen für Farben (falls du variieren willst):
- Orange: winziges bisschen Kürbispulver
- Beige/Braun: Carob (sparsam)
- Grün ohne Spirulina: Kräuterpulver (mild dosieren – nicht jeder Hund feiert Kräuter)
Mini-Checkliste: Damit die Drops wirklich gelingen
- Joghurt glatt rühren, nicht eiskalt mit heißer Gelatine „schocken“
- Gelatine vollständig lösen, aber nicht kochen
- Farbpulver vorher anrühren (klümpchenfrei)
- Formen: Silikon ist ideal, danach gut kühlen und vorsichtig auslösen

Dreifarbige Gummidrops für Hunde Rezept mit Kokosjoghurt
Zubehör
- Küchenwaage
- Kochtopf
- Rührschüssel
- Teelöffel
- Schneebesen
- Trichter
- Je Farbe einen kleinen Becher
- Je Farbe eine Quetschflasche
- Silikon-Backmatte / Silikonform
Zutaten
- 100 gr Kokosjoghurt
- 30 gr Kokosraspel
- 100 gr Wasser
- 12 Blätter Gelatine
- 0,5 – 1 TL natürliches Farbpulver (z. B. Kurkuma, Spirulina,Rote Beete)
Anleitung
- Gelatine einweichen: Weiche die Gelatine nach den Anweisungen des Herstellers in Wasser ein.
- Joghurt-Wasser-Mischung vorbereiten: Vermenge in einer Rührschüssel den Kokosjoghurt mit 100 g Wasser, bis eine homogene Masse entsteht.
- Kokosraspel verteilen: Verteile die Kokosraspel gleichmäßig in den Formen der Silikonmatte.
- Farben vorbereiten: Löse jede Farbe (z. B. Kurkuma, Spirulina Pulver, Rote Beete Pulver) in einem kleinen Becher mit etwas Wasser auf, sodass du je Farbe eine flüssige Mischung erhältst.
- Gelatine erhitzen: Drücke die eingeweichten Gelatineblätter aus und gib sie in einen Kochtopf. Erwärme die Gelatine bei niedriger Hitze, bis sie vollständig geschmolzen ist.
- Mischung hinzufügen: Gieße die Joghurt-Wasser-Mischung langsam in den Kochtopf zur geschmolzenen Gelatine und rühre stetig, bis alles gut vermischt ist.
- Masse einfärben: Teile die Joghurt-Wasser-Gelatine-Masse gleichmäßig auf die vorbereiteten Becher mit den Farben auf. Rühre jede Farbe gut um, sodass sie sich gleichmäßig verteilt.
- Formen füllen: Fülle die gefärbte Masse in Quetschflaschen. Nutze die Quetschflaschen, um die Masse sorgfältig in die Formen der Silikonmatte zu füllen.
- Kokosraspel verteilen: Rühre mit einem Zahnstocher oder dünnem Stäbchen jede Form vorsichtig um, damit sich die Kokosraspel gleichmäßig in der Masse verteilen.
- Leckerlies kühlen: Lege die gefüllte Silikonmatte in den Kühlschrank und lasse die Gummidrops für mindestens 3 Stunden fest werden.
- Leckerlies ausformen und lagern: Löse nach der Kühlzeit die festen Gummidrops vorsichtig aus der Silikonmatte. Bewahre die Gummidrops in einer luftdichten Frischhaltedose im Kühlschrank auf.
So werden Hundegummibärchen perfekt gummig
Zu weich?
- etwas mehr Gelatine verwenden oder länger kühlen
- Masse beim Erwärmen nicht überhitzen (Gelatine mag es sanft)
Zu fest?
- Gelatine leicht reduzieren
- mehr Kokosjoghurt/Wasser in der Basis (in kleinen Schritten)
Klebt in der Form?
- Form dünn ausspülen und gut abtropfen lassen (nicht ölen)
- länger kühlen, dann lösen
Aufbewahrung & Haltbarkeit
- Im Kühlschrank: in einer gut schließenden Dose lagern.
- Portionieren: kleine Mengen entnehmen, damit der Rest kühl bleibt.
- Hygiene: sauberes Besteck, trockene Dose, keine Krümel.
Hinweis: Das sind allgemeine Küchen-Tipps. Wenn etwas komisch riecht, schmierig wird oder sichtbar kippt: entsorgen.
Fragen aus der Dog Bakery Community
Hundegummibärchen (also weiche Gummidrops für Hunde) passen besonders gut, wenn weiche Trainingsleckerlis gesucht werden oder wenn ein kleiner Snack zwischendurch praktisch ist. Bei sensiblen Hunden besser mit ein paar Mini-Gummidrops starten und beobachten, wie sie vertragen werden.
Das hängt von Größe, Aktivität und der restlichen Fütterung ab. Hundegummibärchen sind am besten als Bonus-Leckerli eingeplant. Praktisch: Im Training lieber mehrere Mini-Gummidrops statt wenige große Hundegummibärchen geben.
Wenn Hundegummibärchen bzw. Gummidrops „fädig“ oder körnig werden, liegt das fast immer an der Gelatine: zu heiß verarbeitet, nicht komplett gelöst oder zu kalte Kokosjoghurt-Masse. Lösung: Gelatine sanft erwärmen (nicht kochen), vollständig klar lösen und dann langsam in den Kokosjoghurt einrühren.
Ja, Hundegummibärchen lassen sich auch mit einer anderen ungesüßten, cremigen Basis als Gummidrops umsetzen. Wichtig ist: Die Alternative darf nicht zu flüssig sein, sonst werden die Gummidrops für Hunde eher weich und lassen sich schlechter ausformen.
Hundegummibärchen ohne Gelatine sind möglich, aber die Konsistenz wird anders. Mit Agar-Agar werden die Gummidrops eher gelartig als „gummibärchen-typisch“. Außerdem braucht Agar-Agar eine andere Zubereitung (meist kurz aufkochen) – das Ergebnis ist nicht 1:1 wie klassische Hundegummibärchen mit Gelatine.
Ja, mehrschichtige Hundegummibärchen funktionieren. Dafür jede farbige Gummidrops-Schicht erst leicht anziehen lassen, bis sie nicht mehr komplett flüssig ist. Dann die nächste Schicht darüber geben. So bekommen die Hundegummibärchen klare Streifen statt vermischter Farben.
Wenn Kokosraspel in Gummidrops für Hunde nach unten sinken, ist die Masse beim Abfüllen noch zu flüssig. Trick: die Masse kurz abkühlen lassen, dann in die Silikonform füllen – oder die Raspel nach dem Einfüllen mit einem Stäbchen leicht „verteilen“, damit die Hundegummibärchen gleichmäßiger werden.
Ein stärkerer Geruch bei Hundegummibärchen kommt oft von der Gelatine-Qualität oder von Farbpulvern wie Spirulina. Abhilfe: eine neutralere Gelatine wählen und Spirulina sehr sparsam dosieren. Dann bleiben die Gummidrops für Hunde meist deutlich angenehmer im Duft.
