Hundekekse im Herbst backen: saisonale Zutaten und Rezeptideen
Im Herbst ändert sich bei mir beim Hundekekse-Backen tatsächlich ein bisschen, was in der Rührschüssel landet. Kürbis steht natürlich ziemlich weit oben auf der Liste. Aber auch Äpfel, Birnen und Süßkartoffeln lassen sich gut für Hundekekse verwenden und sind gerade in dieser Jahreszeit leicht zu bekommen.
Dabei würde ich eine Zutat nicht allein deshalb verwenden, weil sie gerade Saison hat. Sie muss auch zum Rezept passen. Ein sehr saftiger Apfel verhält sich im Teig zum Beispiel anders als gekochte Süßkartoffel. Und genau das merkt man spätestens dann, wenn ein Ausstechteig plötzlich klebt oder die Backmatten-Kekse nicht richtig trocknen wollen.
Was ich im Herbst gerne für Hundekekse verwende
Wenn Du saisonal backen möchtest, brauchst Du keine ausgefallenen Zutaten. Vieles davon steht wahrscheinlich ohnehin regelmäßig in Deiner Küche.
Bei mir sind es im Herbst vor allem:
Kürbis
Hokkaido und Butternut lassen sich nach dem Garen sehr gut pürieren. Hokkaido ergibt häufig ein etwas kompakteres Püree, während Butternut sehr fein und cremig werden kann.
Apfel
Apfel bringt relativ viel Flüssigkeit mit. Für Hundekekse entferne ich Stiel, Kerngehäuse und Kerne und verarbeite nur das Fruchtfleisch. Gerade bei Backmatten-Rezepten lässt sich Apfel gut pürieren.
Birne
Eine reife Birne ist noch weicher und häufig auch saftiger als ein Apfel. Das solltest Du bei der Menge der trockenen Zutaten berücksichtigen. Für Backmatten funktioniert sie besonders gut, wenn der Teig anschließend noch ausreichend Zeit zum Trocknen bekommt.
Süßkartoffel
Gekochte Süßkartoffel verhält sich ganz anders. Sie bringt zwar ebenfalls Feuchtigkeit in den Teig, sorgt aber gleichzeitig für eine recht kompakte Masse. Deshalb verwende ich sie gerne für Ausstechkekse.
Das sind natürlich nicht die einzigen Zutaten, die im Herbst infrage kommen. Sie haben für mich aber einen großen Vorteil: Man kann mit ihnen sehr unterschiedliche Teigarten backen.
Kürbis: der Klassiker für Herbst-Hundekekse
Kürbis taucht bei Dog Bakery im Herbst häufiger in den Rezepten auf. Das liegt weniger am typischen Herbstthema als an seiner Konsistenz.
Gegarter Kürbis lässt sich gut pürieren und unter einen Hundekeks-Teig mischen. Für kleine Backmattenformen sollte das Püree möglichst glatt sein. Fasern oder größere Stückchen machen es schwieriger, den Teig sauber über die Mulden zu streichen.
Bei einem Ausstechteig darf das Püree dagegen ruhig etwas fester sein.
Wenn Du wissen möchtest, welche Kürbissorten sich eignen, wie Du sie vorbereitest und worauf Du bei bitterem Kürbis achten musst, findest Du das ausführlich in meinem Ratgeber Kürbis für Hunde: Sorten, Zubereitung und Rezepte.
Für die Backmatte mag ich beispielsweise Hundekekse mit Butternut-Kürbis. Der Butternut wird dafür weich gegart und fein püriert. So entsteht ein streichfähiger Teig für kleine Backmattenformen.
Apfel bringt mehr Feuchtigkeit mit, als man denkt
Bei Apfel passiert es schnell, dass ein Teig zu weich wird. Gerade geriebener oder pürierter Apfel gibt viel Flüssigkeit ab.
Deshalb gebe ich bei solchen Rezepten die trockenen Zutaten lieber nach und nach dazu. Eine Rezeptangabe kann Dir eine gute Orientierung geben, aber zwei Äpfel sind eben nicht immer gleich saftig.
Für die Backmatte gibt es zum Beispiel meine Backmatten-Hundekekse mit Apfel und Zimt.
Wenn Du lieber ausstechen möchtest, kannst Du Apfel auch mit herzhaften Zutaten kombinieren. Bei meinen Hundekeksen mit Leberwurst und Apfel wird aus Apfel, Hundeleberwurst und den übrigen Zutaten ein formbarer Teig zum Ausrollen.
Wichtig bei Apfel: Das Kerngehäuse und die Kerne entferne ich grundsätzlich vor dem Verarbeiten.
Birne funktioniert besonders gut in saftigeren Teigen
Sehr reife Birnen kann man fast ohne Kraftaufwand pürieren. Für Hundekekse ist das praktisch, allerdings steckt darin auch ordentlich Feuchtigkeit.
Für einen festen Ausstechteig muss deshalb meistens mehr trockene Basis dazu als bei einem vergleichbaren Rezept mit Süßkartoffel.
In der Backmatte stört mich die weichere Konsistenz dagegen weniger. Bei meinen Backmatten-Hundekeksen mit Frischkäse und Birne wird die Feuchtigkeit der Birne direkt bei der Teigkonsistenz berücksichtigt. Gerade bei solchen Rezepten ist das anschließende Trocknen wichtig.
Auch bei Birnen entferne ich das komplette Kerngehäuse und die Kerne.
Süßkartoffel ist praktisch für Ausstechkekse
Wenn ich einen Teig möchte, der sich gut ausrollen lässt, finde ich gekochte Süßkartoffel ziemlich unkompliziert.
Nach dem Garen lässt sie sich fein zerdrücken oder pürieren und ergibt eine dickere Masse als viele Obstsorten. Dadurch braucht man häufig weniger Korrekturen am fertigen Teig.
Ein einfaches Beispiel sind meine Hundekekse mit Süßkartoffel und Reis. Hier wird die Süßkartoffel zunächst weich gekocht und anschließend im Teig verarbeitet.
Gerade wenn Du Herbstformen mit feinen Konturen verwenden möchtest, ist ein gut formbarer Teig wesentlich angenehmer als ein sehr feuchter Obstteig.
Für kleine Herbstmotive lieber einen glatten Teig verwenden
Blätter, Kürbisse, Pilze oder kleine Waldmotive haben häufig deutlich mehr Details als ein einfacher Knochen-Ausstecher.
Je feiner die Form, desto wichtiger wird die Konsistenz.
Stückige Zutaten würde ich dafür möglichst fein pürieren. Auch grobe Flocken können dafür sorgen, dass kleine Linien im Keks später kaum noch zu erkennen sind.
Ich rolle solche Teige außerdem nicht hauchdünn aus. Gerade schmale Blätter, Stiele oder kleine Ecken brechen sonst nach dem Backen relativ schnell ab.
Bei einer Backmatte gilt etwas Ähnliches. Kleine Vertiefungen brauchen einen glatten Teig, der sich wirklich in jede Mulde streichen lässt.
Im Oktober dürfen die Hundekekse dann ruhig etwas gruseliger werden
Aus den gleichen Herbstzutaten kannst Du natürlich auch Halloween-Hundekekse backen.
Dafür musst Du nicht zwangsläufig ein komplett neues Rezept entwickeln. Oft reicht schon die passende Form. Kürbisse, Geister oder Fledermäuse sehen direkt nach Halloween aus, obwohl im Teig ganz normale hundegeeignete Zutaten stecken.
Auf Dog Bakery habe ich mittlerweile mehrere Halloween-Rezepte gesammelt. Darunter sind einfache Kürbiskekse, gefüllte Doppelkekse, rote Hundekekse mit Roter Bete, ein kleiner Kürbiskuchen und weichere Varianten.
Alle findest Du in meiner Sammlung mit Halloween-Hundekeksen.
Wenn Du zum ersten Mal solche Formen backst, würde ich mit einem einfachen Ausstechteig anfangen. Gefüllte Kekse sehen zwar interessant aus, brauchen aber natürlich etwas mehr Zeit.
Bei feuchten Herbstzutaten ist das Trocknen besonders wichtig
Kürbis, Apfel und Birne bringen Wasser mit. Das verschwindet beim normalen Backen nicht automatisch vollständig aus dem Keks.
Ein Keks kann außen schon fest sein und innen trotzdem noch Restfeuchtigkeit enthalten.
Das merke ich besonders bei dickeren Ausstechern. Wenn ich mir unsicher bin, breche ich nach dem Auskühlen einen Keks durch. Die Mitte zeigt ziemlich schnell, ob die Kekse noch weiter trocknen sollten.
Wie lange das dauert, lässt sich kaum pauschal sagen. Kleine Backmatten-Kekse sind deutlich schneller trocken als ein großer, dicker Kürbis-Ausstecher.
Deshalb halte ich bei selbstgebackenen Hundekeksen wenig von Angaben wie „drei Wochen haltbar“, wenn nicht klar ist, wie trocken der fertige Keks tatsächlich geworden ist.
Weichere oder feuchtere Hundesnacks lagere ich entsprechend kürzer, kühl oder friere sie portionsweise ein.
Wenn vom Backen Obst oder Kürbis übrig bleibt
Bei Rezepten für Hundekekse braucht man oft nur einen Teil eines Kürbisses oder einer Birne.
Kürbispüree kannst Du gut portionsweise einfrieren. Ich würde es dafür immer ungewürzt lassen. Dann kannst Du später entscheiden, ob daraus Hundekekse, eine kleine Futterergänzung oder etwas anderes werden soll.
Auch gegarte Süßkartoffel lässt sich portionsweise einfrieren.
Bei Apfel und Birne mache ich das eher selten. Die liegen bei uns sowieso regelmäßig in der Küche und sind schnell frisch verarbeitet.
Genau das mag ich am Herbstbacken eigentlich am meisten: Viele Zutaten kann ich beim normalen Kochen direkt mit vorbereiten. Wenn ohnehin Süßkartoffeln oder Kürbis gegart werden, kommt eine kleine ungewürzte Portion zur Seite und landet später im Hundekeks-Teig.
So muss man für ein Blech Hundekekse nicht erst eine halbe Zutatenliste einkaufen.
Und wenn der Herbst irgendwann wieder vorbei ist …
Viele der Rezepte funktionieren natürlich auch außerhalb der Saison. Trotzdem finde ich, dass gerade Kürbis, Apfel, Birne und Süßkartoffel im Herbst besonders gut zum Backen passen – schon allein, weil man sie dann ohnehin häufiger zu Hause hat.
Du musst dafür auch nicht jedes Mal ein neues Rezept suchen. Oft reicht es, ein bewährtes Grundrezept zu nehmen und mit passenden Formen etwas Saisonales daraus zu machen. Im September vielleicht noch Blätter oder Pilze, im Oktober dann Kürbisse und kleine Halloween-Motive.
Und falls Du beim Backen merkst, dass Dein Teig diesmal etwas weicher oder fester geworden ist: Das ist bei frischen Zutaten völlig normal. Gerade Obst und Gemüse bringen eben nicht jedes Mal exakt gleich viel Feuchtigkeit mit. Ein bisschen nach Gefühl gehört beim Hundekeks-Backen deshalb immer dazu.
