Grundrezept für Hundekekse

Warum genau dieses Rezept darüber entscheidet, ob Du Hundekekse künftig gerne backst – oder frustriert wieder aufhörst.

Lass uns ehrlich starten

Ein Basic-Rezept klingt harmlos.
Einfach. Überschaubar. Schnell gemacht.

Und genau deshalb ist es der Punkt, an dem die meisten scheitern.

Nicht, weil sie „nicht backen können“.
Sondern weil Grundrezepte gnadenlos ehrlich sind. Sie verzeihen nichts. Sie tragen keine Spielereien. Sie zeigen sofort, ob man versteht, was man da eigentlich tut.

Dieses Rezept ist kein Einstiegsspielzeug.
Es ist das Fundament.
Und an diesem Fundament entscheidet sich, ob Hundekekse backen für Dich künftig Freude macht – oder Stress.

Warum sollte man Hundekekse selbst backen?

Die meisten Menschen beginnen nicht aus Idealismus damit, Hundekekse selbst zu backen.
Sie fangen an, weil etwas nicht passt. Weil gekaufte Kekse plötzlich nicht mehr vertragen werden. Weil die Zutatenliste Fragen aufwirft. Oder weil das Gefühl entsteht, die Kontrolle zu verlieren – über das, was täglich im Napf landet.

Selbst zu backen bedeutet erst einmal nur eines: Verantwortung zu übernehmen.
Nicht automatisch bessere Kekse zu backen.

Denn auch selbstgemachte Hundekekse können zu hart, zu weich, zu kurz haltbar oder schlicht ungeeignet sein, wenn man nicht versteht, warum ein Rezept funktioniert – oder eben nicht.

Genau deshalb entscheidet sich alles nicht bei der Frage ob man selbst backt, sondern wie.
Ein gutes Basic-Rezept gibt Dir kein Versprechen. Es gibt Dir Orientierung. Und die Fähigkeit, aus Erfahrung zu lernen, statt jedes Mal neu zu raten.

Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass die Zutaten, die du verwendest, für Hunde geeignet sind, und dass du keine schädlichen oder toxischen Substanzen verwendest. Bevor du das Backen von Hundekeksen in Betracht ziehst, ist es ratsam, dich über hundegeeignete Rezepte und die Sicherheit bestimmter Zutaten zu informieren. Bei Unsicherheiten kannst du auch deinen Tierarzt um Rat fragen.

Was ein gutes Basic-Rezept wirklich können muss

Viele Grundrezepte im Netz haben ein Ziel: wenige Zutaten.

Mein Ziel ist ein anderes.

Ein gutes Basic-Rezept muss sich kontrollieren lassen.
Es muss vorhersehbar sein.
Und es muss Dir beibringen, wie sich Teig verhält – nicht nur, wie man ihn zusammenrührt.

Dieses Rezept ist so aufgebaut, dass Du lernst:

  • wie sich Feuchtigkeit im Teig anfühlen darf
  • warum Struktur wichtiger ist als „schön ausrollbar“
  • weshalb Geduld hier mehr bringt als Genauigkeit

Ich nutze dieses Grundrezept seit Jahren immer wieder – nicht, weil mir nichts Neues einfällt, sondern weil es mir zuverlässig zeigt, wo ich gerade stehe. Im Teig. Und im Backprozess.

Das Grundrezept für Hundekekse zum Ausstechen – bewusst schlicht gehalten

Dieses Rezept lebt nicht von Kreativität. Es lebt davon, dass Du hinschaust.

Zutaten:

  • 100 g geriebener Parmesan
  • 100 g körniger Frischkäse
  • 20 g Rapsöl
  • 1 Ei
  • 300 g Buchweizenmehl
  • 60–100 g Wasser

(Die genaue Wassermenge hängt von der Feuchtigkeit des Frischkäses ab.)

Zubehör:

  • eine Rührschüssel
  • ein Handrührgerät
  • einen oder mehrere Keksausstecher
  • eine Küchenwaage
  • einen Teigroller
  • eine Ausrollmatte
  • ein Backblech + Backpapier

Menge

40 – 60 Stück (je nach Größe des Ausstechers)

Backofen-Temperatur

Bitte den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen.

Haltbarkeit

4 – 8 Wochen

Schritt für Schritt Anleitung

Zubereitung

Gib Parmesan, Frischkäse, Öl und Ei in eine Rührschüssel und vermische alles gründlich. Anschließend arbeitest Du das Buchweizenmehl ein. Gib das Wasser nach und nach dazu, bis ein geschmeidiger, gut formbarer Teig entsteht.

Der Teig sollte weder bröselig noch klebrig sein. Lasse ihn anschließend etwa 10 Minuten ruhen, damit das Mehl Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig aus und stich die Kekse in der gewünschten Form aus. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech.

Backe die Kekse bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 10–12 Minuten, bis sie stabil sind, aber noch keine starke Bräune haben.

Nachtrocknen (entscheidend für Haltbarkeit)

Reduziere die Ofentemperatur anschließend auf etwa 80 °C und trockne die Kekse bei leicht geöffneter Backofentür für 2–4 Stunden, bis sie vollständig durchgetrocknet sind.

Erst danach sollten sie luftdicht gelagert werden.

Spätestens nach dem ersten Backdurchgang wird klar, dass es bei diesem Rezept weniger um richtig oder falsch geht.
Es geht darum, wahrzunehmen, was passiert.

Wie sich der Teig anfühlt. Wie sich kleine Veränderungen auswirken. Und warum ein scheinbar simples Rezept so viel Rückmeldung gibt.

Genau an diesem Punkt beginnt das eigentliche Backen.

Der Teig lügt nicht

Und genau deshalb solltest Du ihm zuhören

Dieser Teig fühlt sich oft „noch nicht richtig“ an.
Viele greifen jetzt reflexartig zu mehr Mehl. Und genau hier entstehen die meisten Probleme.

Ein leicht weicher Teig ist bei diesem Rezept kein Fehler, sondern ein Hinweis darauf, dass die Feuchtigkeit später gleichmäßig verteilt wird. Zu trockener Teig wirkt beim Ausrollen zwar angenehm – wird aber im Ofen gnadenlos hart oder bröselig.

Wenn Du nachmehlst, dann minimal.
Und nur, wenn der Teig wirklich klebt – nicht, weil er sich ungewohnt anfühlt.

Mit jedem Mal Backen wirst Du merken:
Der Teig sagt Dir sehr klar, was er braucht. Man muss nur aufhören, ihn zu überstimmen.

Warum der Ausstecher bei diesem Rezept eine größere Rolle spielt, als Du denkst

Beim Ausstechen geht es nicht nur um die Form.
Der Ausstecher entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig Deine Kekse backen, wie gut sie durchtrocknen und wie stabil sie später sind.

Dieses Rezept reagiert sensibel auf Unterschiede in der Dicke.
Ein großer Knochen und ein kleines Herz auf demselben Blech sehen zwar hübsch aus – verhalten sich im Ofen aber völlig unterschiedlich.

Ich empfehle deshalb, pro Blech möglichst ähnlich große Ausstecher zu verwenden. So bekommen alle Kekse die gleiche Hitze ab und trocknen später gleichmäßig.

Auch die Kantenform spielt eine Rolle. Scharfkantige Ausstecher sorgen für saubere Ränder, die stabil bleiben. Sehr filigrane Formen oder dünne Stege brechen bei diesem Teig schneller – nicht beim Backen, sondern oft erst beim Abkühlen oder Lagern.

Wichtig ist außerdem die Teigdicke.
Für dieses Rezept hat sich eine Dicke von etwa 3–5 mm bewährt. Dünner werden die Kekse sehr hart, dicker bleiben sie innen oft zu weich und brauchen deutlich länger zum Nachtrocknen.

Mein Tipp aus der Praxis:
Wenn Du verschiedene Formen verwenden möchtest, backe sie in getrennten Durchgängen. Das spart am Ende mehr Zeit, als später einzelne Kekse aussortieren zu müssen.

Backen ist hier nicht der wichtigste Schritt

Der Ofen erledigt nur einen Teil der Arbeit.
Der entscheidende Teil passiert danach.

Backe die Kekse bei 160 °C Ober-/Unterhitze, bis sie stabil sind, aber noch nicht komplett durchgetrocknet. Die genaue Zeit hängt von Dicke und Größe ab – und genau deshalb gibt es hier keine pauschale Minutenangabe.

Wichtig ist:
Die Kekse müssen anschließend vollständig auskühlen und nachtrocknen.
Nicht aufeinander, nicht luftdicht, sondern mit Luftzirkulation.

Die meisten Schimmelprobleme entstehen nicht im Ofen.
Sondern durch Ungeduld danach.

Wenn etwas schiefgeht – und warum das normal ist

Wenn Du dieses Rezept das erste Mal backst, kann einiges passieren. Und das heißt nicht, dass Du etwas falsch gemacht hast.

Kekse werden hart:
Meist zu trockenes Teiggefühl oder zu lange Backzeit.

Kekse bleiben innen weich:
Zu dick ausgestochen oder zu wenig Nachtrocknung.

Kekse brechen leicht:
Zu wenig Bindung oder zu schnelles Abkühlen.

Kekse schimmeln:
Fast immer ein Zeichen von Restfeuchtigkeit und zu früher Lagerung.

All das sind keine „Fehler“.
Es sind Hinweise. Und genau dafür ist dieses Rezept da.

Für welche Hunde dieses Rezept gut passt – und für welche nicht

Dieses Basic-Rezept ergibt eher feste, gut haltbare Kekse.
Ideal für:

  • normale Kauverhalten
  • Alltagsleckerlis
  • Hunde, die gern knabbern

Weniger geeignet ist es für sehr alte Hunde oder Hunde mit stark eingeschränkter Kaufähigkeit – hier braucht es weichere Rezepturen oder andere Backtechniken.

Ein Grundrezept muss nicht alles können.
Es muss ehrlich sein.

Dieses Rezept verspricht keinen schnellen Erfolg.
Es verspricht Klarheit.

Wer bereit ist, genau hinzuschauen, lernt hier mehr als bei vielen aufwendigeren Rezepten. Nicht nur über Teig und Backzeiten, sondern darüber, wie kleine Entscheidungen das Ergebnis verändern.

Und genau deshalb entscheidet dieses Basic-Rezept darüber, ob Hundekekse backen für Dich irgendwann Routine wird – oder etwas, das man nach ein paar Versuchen wieder bleiben lässt.



👤 Nina Rottig 📂 Allgemein, Ratgeber 💬 0 Kommentare

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