Backmatten Hundekekse mit Apfel und Zimt
Backmatten sind so ein kleines Küchenwunder: Einmal die richtige Teigkonsistenz gefunden – und plötzlich entstehen aus einem “Klecks Teig” gleichmäßige Mini-Leckerli, die perfekt fürs Training, für Schnüffelspiele oder als Belohnung im Alltag sind. Und genau hier spielt die Kombi Apfel + Zimt ihre Stärke aus: Apfel bringt natürliche Feuchtigkeit, eine sanfte Süße (ohne Zucker) und eine Bindung, die in Silikonmulden richtig gut arbeitet. Zimt liefert diesen warmen Keksduft, der die Küche kurz wie eine Mini-Backstube wirken lässt – aber so dosiert, dass es für Hunde nicht “parfümiert” schmeckt.
Was Backmatten-Teig wirklich braucht (und was ihn ruiniert)
Bei Backmatten ist nicht “Keks-Teig” das Ziel, sondern eher eine Art streichfähiger Pastenteig: nicht flüssig, aber auch nicht krümelig. Der Teig muss in jede Mulde gedrückt werden können, ohne dass Luftlöcher bleiben – sonst bekommt jede zweite Mini-Keksnase später eine Sollbruchstelle.
Die 3 goldenen Backmatten-Regeln aus der Hundekeksbäckerei
- Die Matte wird nicht “gefüllt”, sondern “eingearbeitet”.
Der häufigste Fehler: Teig drauf – einmal drüber gestrichen – fertig. Das Ergebnis sind halbleere Mulden und Luftblasen. Besser: Teig mit dem Schaber richtig in die Mulden drücken, erst danach glatt abziehen. - Püree gewinnt gegen Stückchen.
Apfel sollte wirklich fein püriert sein. Kleine Stücke bleiben gern am Rand hängen, machen das Abziehen ungleichmäßig – und beim Lösen bricht dann ausgerechnet der schönste Batch. - Hafer quillt nach – immer.
Hafermehl ist ein Quell-Weltmeister. Ein Teig, der am Anfang perfekt wirkt, kann nach 3 Minuten plötzlich zäh wie Modelliermasse werden. Deshalb: Wasser lieber in Portionen einarbeiten und nach dem ersten Mischen kurz warten, dann nachjustieren.
Apfel im Teig: Bindung, Saftigkeit – und der kleine Knusper-Trick
Apfel ist im Hundekeks-Backen mehr als nur “Geschmack”. Er ist ein Feuchtigkeits- und Bindungsgeber. In Backmatten sorgt das dafür, dass der Teig glatt streichbar wird, ohne dass man mit Fett oder Ei arbeiten muss.
Damit das Ergebnis nicht zu weich bleibt, kommt es auf zwei Dinge an:
- Reife & Sorte: Sehr saftige Äpfel machen den Teig schneller “schwimmfähig”. Hier hilft: weniger Wasser starten und später ergänzen.
- Finish im Ofen: Backmatten-Minileckerli haben durch die geringe Größe wenig Backzeit-Spielraum. Wer sie knuspriger möchte, nutzt den Doppel-Back-Trick: normal backen, auskühlen lassen, dann kurz nachtrocknen.
Doppel-Back-Trick (für stabile, trockene Minis):
Nach dem Backen komplett auskühlen lassen, dann bei 80–90 °C Umluft nochmals 20–40 Minuten trocknen. Dadurch werden sie weniger “kaugummiartig” und bleiben länger schön.
Zimt: Aroma ja – aber clever dosiert
Zimt ist so ein Gewürz, das schnell nach “Winterbäckerei” riecht – und genauso schnell zu dominant werden kann. In Hundekeksen gilt: weniger ist mehr. Der Zimt soll nicht “Zimtschnecke”, sondern “Keksnote” sein.
Für Backmatten ist außerdem wichtig: Zimt verteilt sich in einem feuchten Teig meist sehr gut, kann aber, wenn er zu hoch dosiert ist, den Teig geschmacklich überdecken. Wer einen super sensiblen Hund hat oder einfach neutraler backen möchte, lässt den Zimt weg – die Apfelbasis funktioniert auch alleine.
Wenn ein Hund Apfel nicht verträgt: clevere Alternativen fürs Backen
Nicht jeder Hund ist Apfel-Fan – oder verträgt ihn gut. Für Backmatten lässt sich Apfel ziemlich gut ersetzen, solange die Alternative ebenfalls pürierbar ist und Feuchtigkeit liefert.
- Kürbispüree (ungesalzen): sehr backmattenfreundlich, oft etwas “trockener” → Wasser vorsichtig dosieren
- Karotte (sehr fein gerieben oder weich gekocht & püriert): bringt Süße und Struktur
- Banane (reif, püriert): bindet stark, kann aber geschmacklich dominieren
Kleiner Sicherheits-Reminder aus der Backküche
Apfel bitte immer ohne Kerngehäuse und Kerne verarbeiten. Und wie bei allen Snacks gilt: Hundekekse sind ein Extra – nicht die Hauptmahlzeit. Bei sensiblen Hunden lieber erst eine kleine Menge testen.
Hinweis: Dog Bakery ist kein Tierarzt und keine Hundeernährungsberatung. Alle Infos sind Back-Inspiration und Erfahrung aus der Hundekeks-Küche, kein medizinischer Rat.

Backmatten Hundekekse mit Apfel und Zimt
Zubehör
- 1 Küchenwaage
- 1 Rührschüssel
- 1 Küchenmesser
- 1 Sparschäler
- 1 Schneidebrett
- 1 Stabmixer
- 1 Teigschaber
Zutaten
- 345 gr Äpfel (geschält, entkernt)
- 1 TL Ceylon – Zimt
- 200 ml Wasser nach und nach zugeben
- 50 gr Reismehl, glutenfrei
- 300 gr Hafermehl, glutenfrei
Anleitung
- Backofen vorheizen160 °C Umluft oder 175 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backmatte bereitstellen.
- Apfelbasis herstellenÄpfel gründlich waschen, schälen, entkernen und fein pürieren, bis eine glatte Basis entsteht (ohne Stückchen – so füllt sich die Backmatte sauber).
- Teig anrührenApfelpüree in eine Schüssel geben. Ceylon-Zimt, Reis- und Hafermehl einrühren.Wasser schluckweise zugeben, bis ein dickflüssiger, streichfähiger Teig entsteht.Wichtig: Hafermehl quillt nach. Warte 2–3 Minuten und prüfe die Konsistenz erneut. Der Teig soll nicht fließen, sondern sich mit dem Schaber sauber ziehen lassen.
- Backmatte füllenGib den Teig auf die Backmatte und streiche ihn mit einem Teigschaber gleichmäßig ein. Achte darauf, dass kein Teig übersteht – so bekommen alle Hundekekse dieselbe Dicke und backen gleichmäßig durch.
- BackenAuf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten backen.Garpunkte: Oberfläche matt, nicht mehr feucht glänzend; die Stücke lösen sich am Rand leicht aus der Matte.
- Lösen & abkühlenBackblech kurz absetzen (2–3 Min.), dann die Minis vorsichtig aus der Backmatte drücken. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
- Optionales Trocknen für extra KnusprigkeitFür längere Haltbarkeit und mehr Crunch die Minis nach dem Abkühlen bei 80–90 °C Umluft 20–40 Min. nachtrocknen oder im leicht geöffneten Ofen bei Restwärme trocknen lassen.Ziel: Die Leckerli sollen innen trocken sein (Bruchkante wirkt krümelig, nicht teigig).
Fragen aus der Dog Bakery Community
Ja, aber nur kurz: Backmatten-Teig mit Hafermehl wird beim Stehen schnell fester. Wenn Vorbereitung nötig ist, den Teig max. 30–60 Minuten abgedeckt kühl stellen und vor dem Füllen nochmal kräftig durchrühren. Falls er zu dick geworden ist: 10–20 g Wasser schluckweise einarbeiten.
Für eine warme, aber milde Note funktionieren (sehr sparsam) Alternativen wie gemahlene echte Vanille (ohne Zucker oder andere Zusätze) oder ein Hauch Kokos im Teig. Wichtig: Bei neuen Zutaten immer klein starten, damit der Geschmack nicht kippt.
