Backmatten Hundekekse mit Quark backen
Diese Hundekekse mit Quark sind genau richtig, wenn kleine, gleichmäßige Belohnungen aus der Backmatte gefragt sind: schnell angerührt, sauber portionierbar und superpraktisch fürs Training oder als Mini-Snack zwischendurch. Damit die Kekse in der Backmatte wirklich hübsch werden (und sich später gut lösen), kommt es vor allem auf Teig-Konsistenz, richtiges Abziehen und gutes Trocknen an – genau darum geht’s auf dieser Seite.
Warum Quark-Backmattenkekse so gut funktionieren
Bei Backmatten-Rezepten zählt vor allem eins: Der Teig muss streichfähig sein, aber nicht laufen. Quark ist dafür eine richtig gute Basis, weil er Feuchtigkeit und Eiweiß mitbringt – so entsteht ein Teig, der sich gut in die Vertiefungen drücken lässt.
Damit die Kekse nach dem Backen nicht weich bleiben, braucht es zusätzlich eine Zutat, die zuverlässig bindet: Kartoffelmehl (Kartoffelstärke) sorgt für Stabilität, ohne dass klassisches Getreidemehl nötig ist. Eier geben dem Ganzen Struktur, und eine Mini-Menge Öl macht das Auslösen aus der Matte oft leichter.
Kurz gesagt: Quark + Kartoffelmehl + Ei ergibt einen Backmatten-Teig, der sich gut verarbeiten lässt – und nach dem richtigen Trocknen schön knackig werden kann.
Für welche Hunde passt das Rezept besonders gut?
Dieses Rezept ist vor allem praktisch, wenn…
- kleine Belohnungen fürs Training gebraucht werden (gleichmäßige Mini-Kekse aus der Matte)
- ohne Getreidemehl gebacken werden soll
- ein Rezept gesucht wird, das schnell zusammengerührt ist
- Backmatten-Einsteiger etwas Verlässliches ausprobieren möchten
Wichtig: Quark ist ein Milchprodukt. Manche Hunde vertragen das super, andere reagieren empfindlich (z. B. bei Laktose-Themen). Dann ist eine laktosefreie Variante oder ein Austausch sinnvoll (siehe Zutaten-Wissen).
Hinweis wie immer: Das ist keine tierärztliche Beratung. Wenn Unverträglichkeiten, Erkrankungen oder spezielle Diäten ein Thema sind, passt ein kurzer Check mit Tierarzt oder Hundeernährungsberatung besser als irgendein Snack-Rezept.
Zutaten-Wissen: Quark, Kartoffelmehl & Co.
Quark: welche Sorte eignet sich?
Für Backmattenkekse eignet sich Quark besonders gut, weil er den Teig cremig macht. Am einfachsten klappt es mit Magerquark oder Quark mit moderatem Fettgehalt – beides funktioniert, solange die Feuchtigkeit im Teig am Ende stimmt.
Wenn Quark nicht gut vertragen wird:
- Laktosefreier Quark ist oft die naheliegendste Alternative.
- Hüttenkäse (gut püriert) klappt ebenfalls, macht den Teig aber manchmal etwas körniger.
- Ricotta kann funktionieren, ist aber häufig weicher – dann braucht es meist etwas mehr Bindung.
Kartoffelmehl: Bindung ohne Getreidemehl
Kartoffelmehl (Kartoffelstärke) bindet sehr zuverlässig – besonders hilfreich bei Backmatten, weil der Teig so nicht „wegfließt“. Gleichzeitig bleibt das Rezept frei von klassischem Getreidemehl.
Alternativen, wenn Kartoffelmehl nicht da ist:
- Tapiokastärke (ähnliche Bindung, teils etwas „elastischer“)
- Pfeilwurzelstärke (Arrowroot) (bindet etwas sanfter; Teig ggf. nachjustieren)
Wichtig: Stärke bindet je nach Marke und Feuchtigkeit leicht unterschiedlich. Deshalb ist der Konsistenz-Check (weiter unten) Gold wert.
Eier: Struktur und „Keksigkeit“
Eier bringen Struktur in den Teig und sorgen dafür, dass die Kekse nach dem Backen nicht bröseln. Bei Backmattenrezepten ist die Eiermenge auch der häufigste Grund, warum ein Teig mal zu flüssig wird: Eier fallen in der Größe unterschiedlich aus.
Darum: Eier am besten in Gramm wiegen (ohne Schale). So wird das Ergebnis reproduzierbar.
Ohne Ei backen?
Das geht manchmal, aber die Struktur verändert sich deutlich. Wer es testen möchte, kann mit pürierter Banane oder Apfelmus experimentieren – beides macht den Teig jedoch feuchter und braucht zusätzliche Bindung. Für Backmatten ist das eher eine „Variante für Fortgeschrittene“.
Hanfmehl optional: Geschmack & Teiggefühl
Hanfmehl ist optional. Es kann Geschmack und eine leicht „nussige“ Note geben und den Teig minimal fester wirken lassen. Wenn es nicht vorhanden ist: einfach weglassen und die Gramm-Menge durch Kartoffelmehl ersetzen.
Alternativen (ohne Getreidemehl):
- sehr fein gemahlenes Kokosmehl (Achtung: zieht extrem Wasser – nur in kleinen Mengen testen)
- Kichererbsenmehl (andere Konsistenz, kann kräftiger riechen)
Öl & Wasser: kleine Stellschrauben, großer Effekt
Eine kleine Menge Öl kann helfen, dass die Kekse sich später leichter lösen. Wasser ist die Stellschraube für die Konsistenz: je nach Quark, Ei-Größe und Stärke kann der Teig etwas mehr oder weniger Flüssigkeit brauchen.
Backmatten-Technik: Luftblasen, Abziehen, Lösen
1) Teig richtig in die Matte bringen
- Teig in Klecksen auf die Matte geben.
- Mit Teigkarte oder Löffel fest in die Vertiefungen drücken.
- Die Matte 2–3× leicht auf die Arbeitsfläche klopfen: Das reduziert Luftblasen.
2) Sauber abziehen
- Mit einer Teigkarte den Überschuss in einem flachen Winkel abziehen.
- Falls die Matte „schmiert“: Teig kurz 2–3 Minuten ruhen lassen, dann nochmal abziehen.
3) Kekse lösen (ohne Stress)
- Matte nach dem Backen kurz abkühlen lassen.
- Kekse von hinten aus der Silikonmatte herausdrücken.
- Wenn sie noch sehr weich sind: Das ist meist ein Zeichen, dass noch Feuchtigkeit drin ist → Trocknen hilft fast immer.
Mini-Troubleshooting:
- Teig läuft in der Matte? → +10–20 g Kartoffelmehl
- Teig ist zu zäh zum Abziehen? → +5–10 g Wasser
- Kekse kleben fest? → minimal länger backen + vollständig auskühlen lassen
Haltbarkeit: Backen vs. Trocknen
Backen gart den Teig – Trocknen macht die Kekse haltbarer und knackiger. Gerade bei Rezepten mit Quark ist das wichtig, weil Restfeuchte sonst schnell dafür sorgt, dass die Kekse in der Dose weich werden.
So klappt’s in der Praxis:
- Nach dem Backen Kekse aus der Matte lösen.
- Dann im Ofen bei 90–100 °C (am besten Umluft, ggf. Ofentür einen Spalt öffnen) 20–60 Minuten trocknen, abhängig von Keksgröße und gewünschtem Crunch.
- Danach komplett auskühlen lassen – erst dann in die Dose.
Lagerung:
- trocken in einer Keksdose/Glas lagern
- wenn nicht superknusprig getrocknet: lieber nur wenige Tage lagern oder portionsweise einfrieren
Wie viele Kekse pro Tag sind sinnvoll?
Hundekekse sind Snacks – auch wenn die Zutaten „harmlos“ wirken. Eine einfache Faustregel: Snacks sollten grob unter 10 % der täglichen Futtermenge/Kalorien bleiben. Bei Mini-Backmattenkeksen ist die Menge schnell höher als gedacht, weil sie so klein sind.
Praktisch: Pro Tag mit einer kleinen Menge starten und schauen, wie es dem Hund bekommt – besonders, wenn Quark neu ist.
Können Katzen die Kekse auch bekommen?
Katzen und Hunde ticken ernährungstechnisch unterschiedlich. Diese Kekse sind als Hundesnack gedacht. Wenn eine Katze mal einen Krümel stibitzt, ist das meist kein Drama – als regelmäßiger Katzensnack passt das Rezept aber nicht ideal.
Fragen aus der Dog Bakery Community
Ja, das klappt oft – am besten vorher pürieren, damit der Teig fein wird. Dann die Wassermenge vorsichtig anpassen, weil Hüttenkäse je nach Sorte unterschiedlich feucht ist.
Normalerweise nicht. Wenn der Quark aber sehr wässrig ist (kommt je nach Marke vor), kann kurzes Abtropfen helfen, damit der Teig nicht zu weich wird. Alternativ: einfach minimal weniger Wasser zugeben und erst am Ende entscheiden, ob noch etwas fehlt.
Skyr funktioniert meist gut, weil er ähnlich cremig und eiweißreich ist – häufig wird der Teig sogar etwas fester. Joghurt ist oft deutlich flüssiger; dann braucht es meist mehr Bindung und die Motive werden schneller unsauber. Wenn Joghurt genutzt wird: Wasser zuerst komplett weglassen und nur bei Bedarf minimal ergänzen.
Manchmal ja – hängt stark von Quark, Eigröße und Stärke ab. Besser ist, Wasser immer nur schluckweise zuzugeben. Ziel: streichfähig, aber nicht fließend. Wenn der Teig ohne Wasser perfekt ist, einfach stoppen.

Hundekekse mit Quark
Zubehör
- Rührschüssel
- Handrührgerät
- Backmatte
- Küchenwaage
- Teigschaber
- Backblech
Zutaten
- 200 gr Quark
- 275 gr Kartoffelmehl
- 25 gr Hanfmehl (optional)
- 1 TL Öl (z. B. Kokos- oder Rapsöl)
- 3 ganze Eier, ohne Schale
- 50 ml Wasser
Anleitung
- Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
- Quark, Ei und Öl in der Schüssel mit einem Handrührgerät glatt rühren.
- Kartoffelmehl (und optional Hanfmehl) dazugeben und gründlich verrühren.
- Wasser in kleinen Portionen einarbeiten, bis der Teig dick-cremig ist: streichfähig, aber nicht flüssig.
- Den Teig in die Vertiefungen füllen. (Bitte achte darauf, dass sich keine Luftblasen bilden.) Mit einem Teigschaber den überschüssigen Teig zurück in die Schüssel geben. Nun kann das Backblech mit der Backmatte in den Backofen.
- Die Backzeit pro Blech beträgt ca. 20 – 45 Minuten. ( Die Backzeit hängt von deinem Backofen, der Größe von deiner Backmatte und von den Zutaten ab.) Die Kekse sollten sich leicht aus der Backmatte lösen lassen wenn sie fertig sind. Wenn sie noch etwas festkleben, sollten sie noch ein paar Minuten länger backen. Ggf. die Temperatur etwas erhöhen oder senken, je nachdem wie braun die Kekse schon sind.
- Am Ende alle Hundekekse wieder auf dem Blech verteilen und so lange im Backofen bei ca. 80°C trocknen bis sie richtig hart sind. Das kann ca. 5-6 Stunden dauern, je nachdem wie dick die Kekse sind. Bitte die Backofentür einen Spalt breit offen lassen. Viel Spaß beim Backen!
