Rustikale Hundekekse zum Ausstechen

Knusprige Hundekekse mit Pferdefleisch

Diese Kekse sind nichts für „nur ein bisschen knusprig“. Durch Fleischpüree, Kartoffelmehl und Buchweizenflocken entsteht ein Teig, der nach dem Backen richtig trocken werden darf – und genau dann macht’s knack beim Abbrechen. Das ist das Geheimnis an der rustikalen Textur.

Wer beim Backen schon mal gemerkt hat, dass Hundekekse nach zwei Tagen plötzlich weich werden: Hier liegt’s fast immer am Trocknen, nicht am Rezept.

Was diese 5 Zutaten im Teig wirklich tun

Manche Rezepte erklären Zutaten wie in einem Lexikon. Viel hilfreicher ist: Woran merkt man beim Kneten, ob’s passt? Genau darum geht’s hier.

1) Pferdefleisch (gekocht & püriert)

Pferd bringt Aroma – aber vor allem bringt es Feuchtigkeit und Bindung, wenn es fein püriert ist.
Der Teig wird dadurch „fleischig“ und kompakt. Wenn das Fleisch nur grob zerdrückt ist, entstehen beim Ausrollen gerne kleine Bruchstellen.

Mini-Tipp: Fleisch nach dem Kochen wirklich abkühlen lassen. Warm püriert wirkt’s oft „zu flüssig“, und plötzlich wird zu viel Kartoffelmehl nachgeschüttet.

2) Hüttenkäse (körniger Frischkäse)

Ja – das ist dasselbe Produkt. Und es ist hier der Saftigkeits-Booster.
Er macht den Teig geschmeidig, ohne dass er wie ein weicher Kuchen-Teig wird. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Kekse später nicht nur hart, sondern auch „keksig“ bleiben.

Wenn ein Hund auf Milchprodukte empfindlich reagiert, ist das die Zutat, an der am ehesten gedreht wird.

3) Buchweizenflocken

Das ist die Zutat, die den Keks „rustikal“ macht. Buchweizenflocken geben Struktur, Biss und dieses kernige Gefühl beim Kauen.

Wenn’s feiner werden soll: Flocken einmal kurz anmixen, aber nicht zu Mehl – eher wie grober Grieß. Dann wird die Oberfläche glatter, ohne dass der Keks langweilig wird.

4) Kartoffelmehl (die Stellschraube)

Kartoffelmehl ist hier nicht „nur Mehl“, sondern der Regler für die Teigkonsistenz.

  • Teig klebt an den Fingern? → Kartoffelmehl fehlt noch.
  • Teig reißt beim Ausrollen? → meist zu viel Kartoffelmehl oder zu trocken, dann hilft etwas Hüttenkäse.

Genau deswegen passt „80–100 g“ perfekt: Nicht jedes Fleisch, nicht jeder Hüttenkäse ist gleich feucht.

5) Ein Hauch Pferdefett

Das ist optional, aber ziemlich genial für den Duft. Es macht die Kekse nicht automatisch fettig – es macht sie vor allem appetitlicher.

Bei sehr sensiblen Hunden: lieber weglassen. Der Keks funktioniert trotzdem.


Die 3 Momente beim Backen, an denen alles entschieden wird

Moment 1: Der Teig nach dem Kneten

Der perfekte Teig fühlt sich an wie „knetbarer Knetgummi“ – weich, aber nicht schmierig.
Wenn er noch glänzt und klebt: Kartoffelmehl in Mini-Portionen dazu.
Wenn er stumpf und rissig wirkt: kurz ruhen lassen, dann neu beurteilen.

Moment 2: Dicke beim Ausrollen

Dünner = schneller knusprig, dicker = mehr Kaumoment.
Rustikal wirkt’s meistens bei mittlerer Dicke, weil die Oberfläche trocknet, während innen noch Substanz bleibt.

Moment 3: Das Trocknen

Das ist der Teil, den viele unterschätzen. Wenn die Kekse im Glas weich werden, waren sie schlicht nicht trocken genug.

Praktischer Trick: Nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen nachtrocknen (Tür einen Spalt offen). Dann erst komplett auskühlen lassen.

Varianten, die wirklich Sinn machen (ohne das Rezept zu verbiegen)

Wenn kein Pferd da ist

Mageres Fleisch funktioniert am ähnlichsten. Wichtig ist: gekocht, püriert, abgekühlt.

  • Pute oder Hähnchen: mild, gut akzeptiert
  • Mageres Rind: kräftiger Geruch, oft sehr beliebt

Wenn Milchprodukte nicht gut gehen

Hier wird’s kniffliger, weil Hüttenkäse im Rezept eine echte Funktion hat (Feuchte + Bindung).
Wenn du ersetzen willst, dann am besten über eine ähnlich cremige, bindende Zutat – und danach mit Kartoffelmehl feinjustieren.

(Keine medizinische Empfehlung – bei Unverträglichkeiten bitte tierärztlich abklären.)

Für Mini-Leckerlis (Training)

Teig dünner ausrollen, mini ausstechen – oder als Rolle formen und Scheiben schneiden.
Danach besonders gut trocknen, sonst werden die Minis schnell weich.

Für „Extra-Knusper“

  • flacher ausrollen
  • länger trocknen
  • luftdurchlässig lagern (Stoffbeutel statt Glas)

Fragen aus der Dog Bakery Community

Warum steht beim Kartoffelmehl „ca.“?

Weil die Feuchtigkeit schwankt. Das ist normal und kein Fehler im Rezept.

Warum werden die Kekse nach 2 Tagen weich?

Fast immer: zu wenig getrocknet oder zu dicht gelagert. Kurz nachtrocknen bringt sie oft zurück.

Sind die Kekse für empfindliche Hunde geeignet?

Kommt auf den Hund an. Pferd wird oft gut akzeptiert, Milchprodukte aber nicht immer. Bei bekannten Problemen lieber vorsichtig testen und im Zweifel tierärztlich abklären.

Rustikale Hundekekse mit Pferdefleisch und Hüttenkäse

Das ist ein Hundekeks Rezept zum Ausstechen aus dem Dog Bakery Adventskalender 2022!
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Backzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Gericht Hundekekse
Küche zum Ausstechen
Portionen 15 – 30 Hundekekse

Zubehör

  • Stabmixer
  • kleiner Kochtopf
  • Küchenwaage
  • Rührschüssel
  • Teigschaber
  • Nudelholz
  • Keksausstecher

Zutaten
  

  • 150 gr mageres Pferdefleisch
  • 150 gr Hüttenkäse
  • 150 gr Buchweizenflocken
  • ca. 80 – 100 gr Kartoffelmehl
  • 1 TL ausgelassenes Pferdefett
  • Wasser zum Kochen

Anleitung
 

  • Das Fleisch in einen Kochtopf geben und mit Wasser bedecken. Auf mittlerer Stufe ca. 20-30 Minuten weich kochen und anschließend abkühlen lassen.
  • Den Hüttenkäse, das Pferdefett und das abgekühlte Fleisch in eine Rührschüssel geben und mit einem Stabmixer fein pürieren.
  • Die Buchweizenflocken und einen Teil des Kartoffelmehls mit dem Teigschaber unterheben.
  • Den noch leicht klebrigen Teig auf die Arbeitsplatte geben und das restliche Kartoffelmehl mit den Händen einarbeiten.
  • Den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und mit belieb vielen Ausstechern ausstechen.
  • Die Keksrohlinge auf ein, mit Backpapier ausgelegtem, Backblech legen und so lange backen bis die Ränder leicht braun werden. Die Backzeit pro Blech beträgt ca. 12 – 15 Minuten.
  • Danach die Kekse bei 50-100 Grad im Backofen ca. 2-4 Sunden trocknen. Bitte einen Holzlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Notizen

Bitte heize den Backofen auf 160°C Umluft (175°C Ober-/Unterhitze) vor.
Keyword Ausstechformen
👤 von Nina Rottig
💬 0 Kommentare
📸 🐕 🍪
Hast du dieses Rezept nachgebacken?
Zeig uns das Ergebnis! Poste ein Foto auf Instagram oder Facebook, markiere @DogBakeryApp und nutze den Hashtag #DogBakery – wir teilen die besten Bilder in unserer Community!
Wichtig: @DogBakeryApp markieren + #DogBakery damit wir dich finden!
Nina Rottig - Gründerin Dog Bakery

Nina Rottig

10+ Jahre Erfahrung

Gründerin und Inhaberin von Dog Bakery

Nina entwickelt seit 2016 Hundekeks-Rezepte mit viel Liebe und Erfahrung. Alle Rezepte werden selbst getestet und enthalten nur unbedenkliche Zutaten für Hunde.

Bei gesundheitlichen Fragen deines Hundes konsultiere bitte einen Tierarzt.

✍️Kommentar schreiben

Teilen Sie Ihre Gedanken zu diesem Artikel mit

ℹ️Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Rezept Bewertung




Kostenlose Hundekeks Rezepte & mehr per E-Mail

Trage dich in unseren kostenlosen Newsletter ein für noch mehr kostenlose Hundekeks Rezepte, Angebote für unseren Shop und mehr tolle Inhalte rund ums Thema Hund.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.