Was ist der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen?

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Pflaumen und Zwetschgen sehen sich auf den ersten Blick ziemlich ähnlich. Beide haben eine glatte Haut, saftiges Fruchtfleisch und einen festen Stein in der Mitte. Trotzdem handelt es sich nicht einfach um zwei verschiedene Namen für dieselbe Frucht.

Die kurze Erklärung lautet: Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume. Jede Zwetschge gehört damit zur Pflaumenfamilie, aber nicht jede Pflaume ist eine Zwetschge. Weil viele Sorten miteinander gekreuzt wurden, lassen sich einzelne Früchte allerdings nicht immer eindeutig zuordnen.

Pflaume und Zwetschge im Vergleich

MerkmalPflaumeZwetschge
Formrundlich bis ovallänglich-oval, häufig mit spitzen Enden
Farbegelb, rot, blau oder dunkelviolettmeistens blau bis blauviolett
Fruchtfleischweich und sehr saftigetwas fester und weniger wässrig
Geschmacksüß und mildkräftiger, häufig leicht süß-säuerlich
Steinlöst sich oft schwererlässt sich meistens leichter entfernen
Beim Backenwird schnell weich und gibt mehr Flüssigkeit abbleibt formstabiler und läuft weniger aus

Diese Merkmale bieten eine gute Orientierung. Je nach Sorte und Reifegrad können die Übergänge jedoch fließend sein. Das Bundeszentrum für Ernährung weist ebenfalls darauf hin, dass die zahlreichen Kreuzungen eine eindeutige Unterscheidung manchmal schwierig machen.

Warum Zwetschgen häufiger zum Backen verwendet werden

Beim Backen fällt der Unterschied besonders schnell auf. Pflaumen enthalten mehr Flüssigkeit und werden beim Erhitzen sehr weich. Das ist praktisch, wenn Du ein Fruchtmus oder eine feuchte Füllung zubereiten möchtest.

Zwetschgen haben ein festeres Fruchtfleisch und einen etwas geringeren Wassergehalt. Sie behalten beim Backen besser ihre Form und weichen den Teig weniger stark auf. Außerdem lässt sich ihr Stein meistens leichter herauslösen.

Für einen Hundekeksteig ist dieser Unterschied durchaus relevant. Möchtest Du etwas Frucht in einer Backmatte verarbeiten, ist eine Zwetschge häufig unkomplizierter. Das Fruchtfleisch sollte trotzdem sehr fein püriert werden. Gerade bei kleinen Backmattenformen können Hautstückchen dafür sorgen, dass sich der Teig schlechter verstreichen lässt.

Pflaumenpüree kannst Du ebenfalls verwenden. Es muss dabei als feuchte Teigzutat eingeplant werden. Je saftiger die Frucht ist, desto weniger zusätzliche Flüssigkeit benötigt der Teig.

Dürfen Hunde Pflaumen und Zwetschgen essen?

Ein kleines Stück reifes, gewaschenes Fruchtfleisch kann ein gesunder Hund gelegentlich bekommen, sofern er Obst gut verträgt. Das gilt für Pflaumen und Zwetschgen gleichermaßen.

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Ich würde beide Früchte trotzdem sparsam verwenden. Sie enthalten Fruchtzucker und Ballaststoffe. Eine größere Portion kann bei empfindlichen Hunden zu weichem Kot, Blähungen oder Durchfall führen. Für den ersten Verträglichkeitstest reicht deshalb ein sehr kleines Stück.

Bei Hunden mit Übergewicht, Diabetes, einer empfindlichen Verdauung oder einer tierärztlich begleiteten Ausschlussdiät solltest Du vorher abklären, ob die Frucht in den Futterplan passt.

Gezuckertes Pflaumenmus, Kompott und eingelegte Früchte gehören nicht in einen Hundekeksteig. Wenn Du Pflaume oder Zwetschge verwenden möchtest, nimm ausschließlich die frische Frucht ohne zugesetzten Zucker und ohne Gewürze.

Der Stein muss vollständig entfernt werden

Der Pflaumen- beziehungsweise Zwetschgenstein darf nicht mitverarbeitet oder dem Hund zum Kauen gegeben werden. Im Inneren befindet sich ein Samen mit cyanogenen Glykosiden. Wird dieser zerbissen, kann daraus Blausäure freigesetzt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bestätigt, dass Pflaumenkerne diese Pflanzenstoffe enthalten. Stiele und Blätter gehören ebenfalls nicht ins Hundefutter.

Auch ein unzerkauter Stein ist gefährlich: Er kann im Hals stecken bleiben oder einen Darmverschluss verursachen. Entsteine die Frucht deshalb sorgfältig und prüfe das Fruchtfleisch noch einmal, bevor Du es pürierst.

Hat Dein Hund einen Pflaumen- oder Zwetschgenstein verschluckt oder zerbissen, solltest Du direkt Deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik kontaktieren. Das gilt besonders bei kleinen Hunden, mehreren aufgenommenen Steinen oder Beschwerden wie starkem Speicheln, Erbrechen, geweiteten Pupillen, Atemproblemen und Schwäche. Ausführliche Informationen dazu findest Du bei AniCura Deutschland.

Welche Frucht eignet sich besser für Hundekekse?

Für Hundekekse würde ich eher zu einer reifen Zwetschge greifen. Sie lässt sich leichter entsteinen, enthält etwas weniger Wasser und ist dadurch im Teig besser einzuschätzen. Für kleine Backmattenformen püriere ich das Fruchtfleisch möglichst glatt.

Eine weiche Pflaume eignet sich eher für Rezepte, in denen das Fruchtpüree einen Teil der Flüssigkeit ersetzt. Hier kann es nötig sein, die übrigen feuchten Zutaten zu reduzieren oder etwas mehr von der trockenen Teigzutat einzuarbeiten.

Geschmacklich ist der Unterschied für den Hund vermutlich weniger entscheidend als für uns. Wichtiger sind eine kleine Menge, eine saubere Verarbeitung und das vollständige Entfernen des Steins.

Fazit

Die Zwetschge gehört zur Pflaumenfamilie, unterscheidet sich aber durch ihre längliche Form, das festere Fruchtfleisch und den geringeren Wassergehalt. Für Hundekekse ist sie dadurch meist leichter zu verarbeiten. Pflaumen kannst Du ebenfalls verwenden, solltest ihre zusätzliche Feuchtigkeit aber bei der Teigzubereitung berücksichtigen.

Für Hunde gilt bei beiden Früchten: nur reifes, frisches Fruchtfleisch in einer kleinen Menge füttern und den Stein immer vollständig entfernen. So können Pflaumen und Zwetschgen gelegentlich für etwas Abwechslung im Hundekeksteig sorgen.

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👤 Nina Rottig 📂 Allgemein, Ratgeber 💬 0 Kommentare
Nina Rottig - Gründerin Dog Bakery

Nina Rottig

10+ Jahre Erfahrung

Gründerin und Inhaberin von Dog Bakery

Nina entwickelt seit 2016 Hundekeks-Rezepte mit viel Liebe und Erfahrung. Alle Rezepte werden selbst getestet und enthalten nur unbedenkliche Zutaten für Hunde.

Bei gesundheitlichen Fragen deines Hundes konsultiere bitte einen Tierarzt.

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