Wie belohne ich meinen Hund richtig?

Vorwort

Bello und Fluffy, zwei kleine Welpen, erkunden erstmalig den Garten. Der Wind weht leicht über den Rasen, lässt die Gräser „tanzen“. Tollpatschig und voller Freude springen sie von Halm zu Halm, wackeln über Beete und landen in der Pfütze. Herrchen hat Mühe, die zwei Neuankömmlinge wieder ins Haus zu locken. Verständlich! Die Eindrücke nach dem ersten Ausflug sind zu überwältigend. Und dennoch: Mit der richtigen Belohnungsart als positive Verstärkung lässt sich der Erziehungserfolg des Vierbeiners maßgeblich beeinflussen – besonders im Welpenalter!

Gleichzeitig kann beim Hundetraining auch eine negative Verstärkung hilfreich sein, bei der die Anerkennung ausbleibt. Der vierbeinige Kamerad setzt permanent seinen Dickschädel durch oder zeigt nicht das gewünschte Verhalten.

Was ist denn eigentlich eine Belohnung?

Eine lohnende Gabe für den Hund bedeutet nicht nur Leckerlis. Im Gegenteil! Sie kann verschiedene Formen besitzen. Schon ein freundliches „Prima“ oder „Fein gemacht“ signalisiert ihm, dass er alles richtig gemacht hat. Auch die Fellnase empfindet Glücksgefühle! Der Preis soll stets etwas Angenehmes für den Vierbeiner darstellen, etwa ein Spielzeug oder das Toben mit Artgenossen. Aber auch ein Buddeln oder ausgedehnte Wanderungen kommen infrage.

Apropos Leckerli! Erlernt das Tier neue Befehle, prägt es sich die Übungseinheiten mit schmackhaftem Ende noch schneller ein. Das Leckermäulchen verknüpft den Ablauf mit einem Erfolgserlebnis und führt diese voller Freude aus.

Mögliche Belohnungsformen

  • Toben mit Artgenossen
  • gemeinsame Spiele
  • Streichel- und Knuddeleinheiten
  • Lob
  • Erlaubnis zur eigenen Beschäftigung (Freilauf, ausgiebiges Schnüffeln, Buddeln)

Was die kleinen Racker jedoch tatsächlich als Belohnungsformen mögen oder welche Art sie eher ablehnen, hängt jedoch in starkem Maße vom jeweiligen Hund und dessen Rasse ab.

Hunderasse bei Wahl der Belohnungsart beachten!

Die Wahl der Anerkennung ist in erster Linie abhängig von den Vorlieben des Vierbeines. Weiterhin kann sich das von Rasse zu Rasse oder auch von Tier zu Tier stark unterscheiden. Als besonders gefräßige Gesellen gelten beispielsweise Beagle, Labrador Retriever oder Cocker-Spaniel. Für diese Hunderassen sind maßvoll eingesetzte Leckerlis oftmals ausreichend, um sie zur Mitarbeit zu bewegen. Vorzugsweise sind Golden und Labrador Retriever sehr anhänglich und besitzen einen ausgeprägten „will to please“. Frauchen oder Herrchen sollten ihren Liebling mit viel Lob und Streicheleinheiten belohnen.

Vierbeinige Eigenbrödler kooperieren leichter, wenn ihnen anschließend eine gewisse Entscheidungsfreiheit gewährleistet wird. Hunderassen mit intensivem Bewegungsdrang wiederum lassen sich mit Aussicht auf gemeinsame sportliche Aktivitäten locken.

Besonders wichtig – Klare Linie und passgenaues Timing für Belohnung!

Eindeutige Kommandos und klare Regeln sind nicht nur beim Hundetraining das A und O. Das vierbeinige Wesen versteht keine endlos langen Sätze wie: „Wenn du ruhig bist, bekommst du gleich ein Leckerli!“. Den Befehl „Stopp“ kennt er. Kurze und eindeutige Ansagen sind für den Wusel besser zu verarbeiten.

Wollen wir das erwünschte Verhalten unseres Lieblings mit einer lohnenden Überraschung bestärken, müssen wir auf ein passgenaues Timing achten und blitzschnell reagieren. Der vierbeinige Geselle ist nämlich nur kurzzeitig in der Lage, den Zusammenhang zwischen seinem Verhalten und unsere Reaktion zu deuten. Handeln wir nicht schnell genug, richtet er sich schon innerhalb weniger Sekunden anderen Dingen seiner kleinen Hundewelt zu. Seine Aufmerksamkeit gilt dann vielleicht einem anderen Artgenossen, dem Hasen auf dem Feld oder einfach der unwiderstehlichen Duftnote am Wegesrand. Befindet sich die quirlige Fellnase in weiter Entfernung, kann ein Clicker als eine Art „Markersignal“ hilfreich sein. Es signalisiert dem Flitzer: „Alles richtig! Gleich gibt´s eine Überraschung!“

FAZIT

Vierbeiner sind schlaue Lebewesen und „ticken“ mitunter wie wir Menschen. Lob ist daher äußerst wichtig! Dennoch! Erhalten wir für jede Kleinigkeit permanent Lobesreden, fühlen wir uns irgendwann nicht mehr ernst genommen und stumpfen ab. Fellnasen zeigen ähnliche Reaktionen.

Obwohl Belohnungen für Welpen oder vierbeinige Neuankömmlinge einer Familie durchaus angebracht und erwünscht sind, gilt das nicht mehr für erwachsene Vierbeiner, die bestimmte Dinge aus dem FF beherrschen. Hier zählt beim Hundetraining einfach: „Weniger ist mehr!“

Ein aufmerksamer Hundehalter kennt seine Gauner und kann abschätzen, an welcher Stelle ein überraschendes „Prima“ oder „Fein“ ausreicht ist. Neue Übungseinheiten oder Kommandos erfordern dann jedoch wieder ein verstärktes Lob. Bello und Fluffy hingegen erfreuen sich besonders an ausgedehnten Wanderungen mit der Familienmeute. Ein absolutes Highlight! Ihren Garten beschnüffeln sie noch nach wie vor. Katzen, Mäuse oder gar Schmetterlinge verjagen sie von den Beeten. Nur Frauchen und Herrchen dürfen diese betreten!

Hundekekse selber backen?

Stöbere in unserem Onlineshop und entdecke tolle Ausstecher, Backmatten und alles was du sonst noch zum Hundekekse selber backen brauchst.

Kostenlose Hundekeks Rezepte

In unserer kostenlosen Dog Bakery App für Android und iOS findest du zahlreiche Hundekeks Rezepte zum nachbacken.