Backmatten Hundekekse mit mit Birne, Banane & Hanf (ohne Milchprodukte)
Backmatten sind nicht nur was für Mini-Noppen und superfeine Motive. Gerade die größeren Formen (Pfoten, Knochen, Herzen – die, die richtig was hermachen) machen beim Backen richtig Laune. Nur haben sie eine kleine Eigenart: Ein superglatter „Cremeteig“ wirkt in großen Mulden oft fast zu brav – die Kekse werden dann schnell weich, gummiartig oder brechen beim Ausformen, weil innen noch zu viel Feuchtigkeit steckt.
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Genau deshalb ist dieser Teig bewusst grob gehalten. Nicht „unordentlich“, sondern backtechnisch sinnvoll: Grobe Struktur bedeutet mehr Biss, mehr Keksgefühl und – wenn das Trocknen stimmt – ein Ergebnis, das auch bei großen Backmatten-Formen wirklich knuspert. Birne und Banane liefern die Basis, Hanf bringt Aroma und Struktur, Haferflocken sorgen für die klassische Keks-Textur. Milchprodukte bleiben komplett draußen.
Zutaten & Backlogik für groben Teig in großen Backmatten-Formen
Großer Formen = anderes Spiel. Die Mitte braucht länger, die Oberfläche wird schneller braun, und beim Stürzen merkt man sofort, ob der Teig innen stabil genug ist. Darum lohnt es sich, die Zutaten so zu betrachten, wie sie sich in großen Mulden verhalten – nicht in Mini-Formen.
Birne: Saftspender mit „weichem Charakter“
Birne ist hier der Feuchtigkeitsträger. In großen Formen ist das Fluch und Segen: Sie macht den Teig angenehm rührbar, aber sie verlängert auch die Zeit, bis der Kern wirklich trocken ist.
So funktioniert Birne in großen Backmatten am besten:
- Sehr reif, aber nicht wässrig: Wenn Birne schon „läuft“, wird der Teig schnell zu feucht. Dann lieber mit mehr trockener Basis gegensteuern (siehe Konsistenz-Guide).
- Püriert – aber nicht zu fein perfektioniert: Bei grobem Teig darf Birne cremig sein, aber der Teig lebt davon, dass die trockenen Komponenten Struktur behalten.
- Birnenmenge ist der wichtigste Stellhebel: Schon 20–30 g mehr Birne können bei großen Formen bedeuten: außen fertig, innen noch weich.
Gute Varianten statt Birne (wenn’s weniger feucht sein soll):
- Kürbis (gekocht & püriert): trockener im Mundgefühl, super für große Formen, weil er weniger „saftig“ nachbackt.
- Süßkartoffel (gekocht & püriert): bindet stark, macht sehr stabile Kekse – perfekt, wenn Ausformen manchmal nervt.
- Apfel (püriert): etwas frischer, je nach Sorte ähnlich feucht wie Birne.
Banane: Bindung – aber mit Feuchtigkeits-Fingerabdruck
Banane sorgt dafür, dass grobe Zutaten (Hafer, Hanf, Samen) zusammenhalten. Gleichzeitig hält Banane Feuchtigkeit gerne fest. In großen Formen bedeutet das: Banane ist super – solange die Trocknung ernst genommen wird.
Was Banane in grobem Backmatten-Teig besonders gut macht:
- Sie „klebt“ grobe Partikel zusammen: genau das, was große Motive brauchen, damit sie beim Stürzen nicht auseinanderfallen.
- Sie macht den Teig verlässlich streichbar: grober Teig kann sonst schnell krümelig werden.
- Sie unterstützt die Kanten: große Formen sehen sauberer aus, wenn die Masse nicht bröselt.
Wenn Banane ersetzt werden soll (oder weniger süß gewünscht ist):
- Pastinake (gekocht & püriert): mild, herzhafter, gibt trotzdem Bindung.
- Kürbis: neutraler und oft trockener im Ergebnis.
- Süßkartoffel: sehr stabil, aber Konsistenz muss ggf. mit etwas Flüssigkeit korrigiert werden.
Haferflocken: hier dürfen sie „grob“ bleiben
Für große Backmatten-Formen ist es ein Vorteil, wenn nicht alles staubfein gemixt wird. Grobe Haferstruktur bringt Biss – und vor allem hilft sie beim Trocknen, weil Luft und Wärme im Keksinneren leichter „arbeiten“ können.
So bringen Haferflocken in großen Formen am meisten:
- Nur kurz anmixen oder teilweise ganz lassen: ein Mix aus grob + halb gemahlen ist ideal. Das ergibt Struktur, aber trotzdem genug Bindung.
- Ruhen lassen: Hafer zieht nach. Ein grober Teig wird nach 5 Minuten oft deutlich formbarer und lässt sich besser in die Mulden drücken.
- Hafer ist die Knusper-Basis: Je größer die Form, desto mehr lohnt es sich, Hafer als „Gerüst“ zu nutzen und die Feuchtigkeit über die Obstmenge zu steuern.
Alternativen (wenn Hafer nicht passt):
- Buchweizenflocken: robuste Struktur, backen schön „keksig“.
Hanfmehl & Hanfsamen: Struktur, Aroma und ein „kerniger“ Keks
Hanf passt besonders gut zu grobem Teig, weil er dieses rustikale Keksgefühl unterstützt. Gerade in großen Backmattenformen ist das ein Vorteil: Die Kekse wirken nicht wie „gepresstes Obst“, sondern wie ein richtiger Snack mit Substanz – und sie lassen sich nach dem Trocknen oft schöner knusprig bekommen.
Warum Hanf hier so gut spielt:
- Hanfmehl gibt Griff: Grober Teig muss sich in große Mulden drücken lassen, ohne zu schmieren oder zurückzurutschen. Hanfmehl macht die Masse griffiger und „keksiger“, ohne dass sie trocken wird.
- Hanfsamen bringen Biss: In großen Formen dürfen Stückchen und Struktur sichtbar sein. Hanfsamen geben genau diesen kleinen Crunch-Effekt – besonders nach dem Nachtrocknen.
- Nussiger Duft ohne Extra-Zutaten: Hanf bringt Aroma, ohne dass zusätzliche „Geschmackshelfer“ nötig sind. Das ist praktisch, wenn der Snack milchfrei bleiben und trotzdem spannend riechen soll.
Wenn Hanf ersetzt werden soll (Buchweizen funktioniert hier besonders gut):
- Buchweizenmehl (als Strukturgeber): Buchweizenmehl macht den Teig ähnlich griffig wie Hanfmehl, wirkt aber geschmacklich etwas „wärmer“ und kerniger. In großen Formen ist das super, weil die Kekse stabil bleiben, ohne bröselig zu werden.
Backtipp: Buchweizenmehl bindet anders als Hanf – nach dem Verrühren 5 Minuten stehen lassen, dann erst final beurteilen, ob der Teig noch einen Schuss Flüssigkeit braucht. - Gekochter Buchweizen (für echten „Snack-Biss“): Ganze, gekochte Buchweizenkörner sind perfekt, wenn der Teig bewusst grob sein soll. Sie bringen Struktur, machen die Kekse „herzhaft-kernig“ und sorgen dafür, dass große Motive nach dem Trocknen nicht wie weiche Obstpads wirken.
So klappt’s am besten: Buchweizen weich kochen, gut abtropfen lassen und nur grob unterheben (nicht pürieren). So bleiben die Körner als Textur erhalten.
Ei & Kokosöl: die „Stabilitäts-Crew“ fürs Ausformen
Bei großen Motiven ist Ausformen oft der Moment der Wahrheit. Ei und ein bisschen Fett sind hier keine Deko – sie machen das Ergebnis zuverlässiger.
Ei hilft besonders bei großen Formen, weil…
- die Kekse beim Stürzen weniger reißen, vor allem an dünnen Stellen (Pfotenzehen, Knochenkanten).
- die Struktur beim Nachtrocknen stabil bleibt, statt zu bröseln.
- die Oberfläche glatter wirkt, obwohl der Teig grob ist.
Kokosöl (oder Öl-Alternative) hilft, weil…
- die Kekse leichter aus der Matte lösen, besonders bei neuen Matten.
- der Teig geschmeidiger bleibt, damit sich grobe Partikel gleichmäßiger verteilen.
- die Oberfläche weniger „pappig“ bleibt, was beim Trocknen angenehm ist.
Konsistenz-Tipps speziell für groben Teig + große Formen
Bei großen Formen ist „streichfähig“ nicht das Ziel. Der Teig darf und soll druckfest sein: Er wird in die Mulden gedrückt, nicht fein ausgestrichen.
Der richtige Teig fühlt sich so an:
- wie feuchte, formbare Krümelmasse, die beim Drücken zusammenhält
- nicht flüssig, nicht glatt, eher wie ein „Keksrohling“, der sich pressen lässt
Wenn der Teig zu feucht ist (läuft zurück, glänzt nass):
- zusätzlich 15–30 g Haferflocken (grob oder halb gemahlen) einarbeiten
- oder 10–20 g Kartoffelflocken ergänzen (wenn vorhanden)
- 5 Minuten stehen lassen → grober Teig bindet nach und wird deutlich besser
Wenn der Teig zu trocken ist (bröselt, füllt die Mulden nicht sauber):
- 10–20 g Wasser oder etwas extra Fruchtpüree ergänzen
- dann kräftig verrühren, damit sich die Feuchtigkeit verteilt
Press-Tipp für große Formen:
Teig in die Mulden geben und mit einem Löffelrücken richtig festdrücken. Das verhindert Hohlräume – und Hohlräume sind bei großen Keksen die Bruchstelle Nummer 1.
Knusper-Strategie für große Backmatten-Kekse (ohne sie zu verbrennen)
Große Formen bräunen außen schneller, während innen noch Feuchtigkeit sitzt. Darum wirkt „einfach länger backen“ oft wie eine Lösung – ist es aber selten. Besser ist ein Mix aus Backen + Trocknen.
So wird’s knusprig und gleichmäßig:
- Backen, bis die Oberfläche stabil ist (Farbe darf goldbraun werden)
- danach ausformen und nachtrocknen, damit die Mitte aufholt
Beim Trocknen hilft:
- niedrige Temperatur (50–90 °C)
- Ofentür einen Spalt offen (Feuchtigkeit raus)
- Zeit statt Hitze: große Formen brauchen länger, dafür wird’s zuverlässiger knusprig

Knusprige Backmatten Hundekekse ohne Milchprodukte
Zubehör
- Mixer
- Rührschüssel
- Sparschäler
- Teigschaber
- Backmatte
- Küchenwaage
- Esslöffel
Zutaten
- eine kleine Birne, sehr reif
- eine kleine Banane
- ein ganzes Ei
- 1 EL Kokosöl
- 25 gr Hanfsamen, geschält
- 30 gr Hanfmehl
- 150 gr Haferflocken
Anleitung
- Schritt 1: Trockene Zutaten vorbereiten Gib die Hanfsamen, das Hanfmehl und die Haferflocken in den Mixer. Zerkleinere die Zutaten im Mixer grob, sodass sie noch etwas Struktur behalten, aber gut miteinander vermischt sind. Leere die gemischten Zutaten in eine große Schüssel. Setze diese beiseite, während du die feuchten Zutaten vorbereitest.
- Schritt 2: Feuchte Zutaten vorbereiten Wasche die Birne gründlich unter fließendem Wasser. Schäle die Birne, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in grobe Stücke. Nimm die Banane und entferne die Schale. Gib die Birnenstücke, die Banane, das Öl und das Ei in den Mixer. Mixe die Zutaten, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht.
- Schritt 3: Teig herstellen Gieße die Frucht-Ei-Mischung zu den trockenen Zutaten in die Schüssel. Vermenge alle Zutaten gründlich mit einem Löffel oder Teigschaber, bis ein einheitlicher Teig entsteht. Achte darauf, dass keine trockenen Stellen zurückbleiben.
- Schritt 4: Kekse formen und backen Heize den Backofen auf 180 Grad Celsius Umluft vor. Fülle den Teig in die Backmatte. Drücke den Teig gleichmäßig in die Formen, um sicherzustellen, dass die Kekse gleichmäßig backen. Schiebe das Backblech mit der Backmatte in den vorgeheizten Ofen und backe die Kekse für ca. 20-35 Minuten, bis sie goldbraun und fest sind.
- Schritt 5: Kekse trocknen Nimm die Kekse aus dem Ofen und löse sie vorsichtig aus der Backmatte. Lege die Kekse auf ein Backblech. Stelle den Backofen auf 50-100 Grad Celsius ein. Stelle die Kekse zurück in den Ofen, um sie zu trocknen. Halte die Backofentür mit einem Holzlöffel einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Trockne die Kekse für mehrere Stunden, bis sie vollständig durchgetrocknet sind.
- Tipps: Stelle sicher, dass alle Zutaten bei Raumtemperatur sind, damit sich der Teig besser verarbeiten lässt. Überprüfe die Kekse während des Trocknungsprozesses regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie nicht verbrennen. Lasse die Kekse nach dem Trocknen vollständig abkühlen, bevor du sie deinem Hund gibst oder sie lagerst.
Notizen
Fragen aus der Dog Bakery Community
Wenn sie nach dem Abkühlen noch leicht nachgeben oder sich „gummig“ anfühlen, steckt innen noch Feuchtigkeit. Dann lieber nachtrocknen statt „noch heißer“ backen.
Grobe Struktur hilft bei großen Formen: mehr Biss, bessere Luftzirkulation beim Trocknen und weniger Risiko, dass die Kekse wie weiche Obstpads enden.
Ja, z. B. mit Chia- oder Lein-Gel. Die Stabilität kann etwas geringer sein – bei großen Motiven lohnt sich dann besonders: gut pressen + sorgfältig trocknen.
