Hundekekse mit Leber und Hüttenkäse backen
Bei diesen Hundekeksen musst Du wahrscheinlich nicht lange erklären, für wen sie gedacht sind. Sobald die Leber im Kochtopf landet, steht bei uns meist schon jemand auffällig interessiert in der Küche.
Die kleinen Leberknochen werden aus gekochter Rinderleber, körnigem Frischkäse, Buchweizenflocken und Buchweizenmehl gebacken. Der Teig lässt sich ausrollen und mit kleinen Knochen-Ausstechern in Form bringen. Anschließend werden die Kekse bei niedriger Temperatur nachgetrocknet, damit sie schön knusprig werden.
Das Rezept eignet sich besonders gut, wenn Du aromatische Hundekekse zum Ausstechen suchst und dabei auf Weizen- oder Dinkelmehl verzichten möchtest. Wie viel Buchweizenmehl Du genau benötigst, hängt etwas von der Feuchtigkeit der Leber und des Hüttenkäses ab. Deshalb findest Du weiter unten nicht nur das Rezept, sondern auch einen genauen Konsistenzcheck für den Teig.
Wichtig: Die Leberknochen sind kleine Belohnungen und ersetzen keine ausgewogene Hauptmahlzeit. Da Leber unter anderem viel Vitamin A enthält, solltest Du die Kekse bewusst portionieren und nicht unbegrenzt füttern.
Was macht diese Leberknochen besonders?
Die Leber sorgt für ein kräftiges Aroma, das viele Hunde sehr spannend finden. Der körnige Frischkäse bringt zusätzliche Feuchtigkeit in den Teig und lässt sich zusammen mit der gekochten Leber fein pürieren.
Buchweizenflocken und Buchweizenmehl übernehmen anschließend die Bindung. Dabei ist es wichtig, dem Teig nach dem Vermengen einige Minuten Zeit zu geben. Die Flocken nehmen während dieser Ruhezeit noch Flüssigkeit auf. Ein Teig, der zunächst etwas weich wirkt, kann danach bereits deutlich fester sein.
Genau deshalb solltest Du nicht sofort große Mengen Mehl hinzufügen. Sonst wird der Teig schnell trocken und bröselig.
Leber in Hundekeksen: Die Menge macht den Unterschied
Leber ist eine sehr aromatische Zutat und wird für Hundekekse häufig nur in vergleichsweise kleinen Mengen benötigt. Sie enthält unter anderem Vitamin A. Das ist ein wichtiger Nährstoff, sollte aber nicht dauerhaft in übermäßig großen Mengen aufgenommen werden. Eine Ernährung, die überwiegend oder ausschließlich aus Leber besteht, kann bei Hunden zu einer Vitamin-A-Überversorgung führen. Bei einigen Keksen aus diesem Rezept ist das nicht zu erwarten – trotzdem sollten Leberkekse als Belohnung und nicht als tägliche Mahlzeit betrachtet werden.
Als einfache Orientierung kannst Du Dich an der sogenannten Zehn-Prozent-Regel orientieren: Sämtliche Leckerlis, Kauartikel und zusätzlichen Snacks zusammen sollten höchstens rund zehn Prozent der täglichen Kalorien Deines Hundes ausmachen. Der genaue Bedarf hängt unter anderem von Größe, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand ab.

Hundeknochen mit Leber
Zubehör
- kleiner Kochtopf
- Große Rührschüssel
- Backpapier
- Backblech
- Knochenausstechförmchen
Zutaten
- 175 gr Rinderleber
- 150 gr Hüttenkäse
- 1 Eigelb
- 100 gr Buchweizenflocken
- ca. 250 gr Buchweizenmehl
- 1 TL Rapskernöl
Anleitung
- Die Rinderleber ca. 10 – 20 Minuten in einem kleinen Kochtopf kochen. Die abgekühlte Leber, den Hüttenkäse und etwas Wasser in eine Rührschüssel geben. Anschließend mit einem Stabmixer pürieren bis eine feine Masse entsteht.
- Das Eigelb und die Buchweizenflocken mit einem Schneebesen unterheben. Anschließend nach und nach das Mehl unterheben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. (Evtl. benötigt ihr etwas mehr oder weniger Mehl als oben angegeben.)
- Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit einem Keksausstecher ausstechen. Die ausgestochenen Kekse auf ein, mit Backpapier ausgelegtem, Backblech legen und so lange backen bis die Ränder leicht braun werden.
- Die Backzeit pro Blech beträgt ca. 15 Minuten. Am Ende alle Hundekekse wieder auf dem Blech verteilen und so lange im Backofen bei ca. 80°C trocknen bis sie richtig hart sind. Das kann ca. 5-6 Stunden dauern, je nachdem wie dick die Kekse sind. Bitte die Backofentür einen Spalt breit offen lassen. Viel Spaß beim Backen!
Notizen
Praktische Küchenhelfer
Werbung: Die mit „Werbung“ gekennzeichneten Links führen zu Amazon. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
So erkennst Du die richtige Teigkonsistenz
Der Teig sollte sich ähnlich wie ein weicher Ausstechteig anfühlen. Er darf beim Kneten leicht feucht wirken, sollte aber weder an der Arbeitsfläche festkleben noch an den Händen zerfließen.
Der Teig klebt stark
Lasse ihn zunächst noch fünf Minuten ruhen. Häufig nehmen die Buchweizenflocken in dieser Zeit weitere Feuchtigkeit auf.
Klebt er danach immer noch, arbeite jeweils 10 g Buchweizenmehl ein. Gib nicht sofort die gesamte zusätzliche Mehlmenge dazu.
Der Teig reißt beim Ausrollen
In diesem Fall ist er vermutlich etwas zu trocken. Knete 5 g Kochwasser ein und prüfe die Konsistenz erneut.
Die ausgestochenen Knochen verformen sich
Ist der Teig sehr warm geworden, kannst Du ihn für etwa 15 Minuten in den Kühlschrank legen. Danach lassen sich kleine Formen meist sauberer ausstechen und auf das Backblech setzen.
Teigreste werden immer trockener
Knete die Reste nicht ständig mit zusätzlichem Mehl zusammen. Sammle sie lieber, forme sie kurz zu einer Kugel und rolle sie erneut zwischen Backpapier aus.
Wie dick sollten die Hundekekse sein?
Für kleine Knochen-Ausstecher ist eine Teigdicke von etwa 4 bis 5 mm praktisch. Die Kekse lassen sich dadurch gut ausstechen und trocknen gleichmäßiger durch.
Für größere Hunde kannst Du etwas größere Formen verwenden. Sehr dicke Kekse benötigen allerdings deutlich länger, bis auch der Kern vollständig trocken ist.
Möchtest Du die Leberknochen während des Trainings einsetzen, sind kleine und eher dünne Kekse meist praktischer. Sie können schnell gefüttert werden und lassen sich besser portionieren.
Hundekekse richtig aufbewahren
Lasse die Leberknochen nach dem Trocknen vollständig auskühlen. Gib sie niemals warm in eine Dose, da sich sonst Kondenswasser bilden kann.
Bewahre zunächst nur eine kleine Menge in einer luftdurchlässigen Keksdose oder einem Baumwollbeutel auf. Kontrolliere die Kekse regelmäßig. Verändern sie ihren Geruch, werden weich oder zeigen sichtbare Feuchtigkeit, solltest Du sie nicht mehr verfüttern.
Eine pauschale Haltbarkeit lässt sich bei selbst gebackenen Hundekeksen kaum garantieren. Sie hängt stark von der Dicke, der Restfeuchtigkeit, der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Da dieses Rezept frische Leber und Hüttenkäse enthält, würde ich einen größeren Teil nach dem Abkühlen portionsweise einfrieren.
So musst Du die Kekse nicht extrem lange trocknen und kannst immer nur eine kleine Portion auftauen. Aufgetaute Hundekekse sollten zeitnah verbraucht und nicht erneut eingefroren werden.
Können die Leberknochen auch weicher bleiben?
Du kannst die Trocknungszeit verkürzen, wenn Dein Hund lieber weichere Leckerlis frisst. Dadurch enthalten die Kekse allerdings mehr Feuchtigkeit und sind entsprechend weniger lange haltbar.
Weichere Leberkekse solltest Du im Kühlschrank lagern, innerhalb weniger Tage verbrauchen oder direkt portionsweise einfrieren. Diese Variante kann beispielsweise für ältere Hunde angenehmer sein, sofern sie die Zutaten gut vertragen.
Kann ich eine andere Lebersorte verwenden?
Grundsätzlich lässt sich das Rezept auch mit einer anderen vollständig durchgegarten Lebersorte ausprobieren. Je nach Sorte kann die Masse allerdings mehr oder weniger Feuchtigkeit enthalten. Dadurch verändert sich die benötigte Menge Buchweizenmehl.
Beginne deshalb immer mit der niedrigeren Mehlmenge und arbeite Dich langsam an die passende Konsistenz heran.
Warum werden meine Hundekekse nach dem Abkühlen wieder weich?
Meist befindet sich noch Restfeuchtigkeit im Inneren. Das passiert besonders bei dicker ausgerolltem Teig oder sehr kleinen Abständen auf dem Blech.
Verteile die Kekse erneut locker auf dem Blech und trockne sie bei niedriger Temperatur weiter. Prüfe die Konsistenz erst wieder, nachdem ein Probekeks vollständig ausgekühlt ist.
Sind die Leberknochen ein Alleinfuttermittel?
Nein. Die Kekse sind als kleine Ergänzung beziehungsweise Belohnung gedacht und ergeben keine ausgewogene Hauptmahlzeit. Leckerlis sollten die normale Futterration nicht verdrängen. Die WSAVA empfiehlt, sämtliche Snacks auf höchstens rund zehn Prozent der täglichen Energieaufnahme zu begrenzen.
Persönlicher Abschluss
Die Leber-Bones gehören zu den Rezepten, bei denen der Geruch schon während der Zubereitung verrät, dass hier nicht für uns Menschen gebacken wird. Besonders praktisch finde ich, dass sich der Teig sehr unterschiedlich ausstechen lässt. Für unterwegs oder das Training nehme ich kleine Knochen, für eine besondere Belohnung dürfen die Formen auch etwas größer sein.
Der wichtigste Schritt ist bei diesem Rezept nicht unbedingt das Backen, sondern das anschließende Trocknen. Nimm Dir dafür lieber etwas mehr Zeit und prüfe einen vollständig ausgekühlten Keks, bevor Du die ganze Portion verpackst.

Regina
wo finde ich das Eigelb aus Schritt 2. Oder sind es vielleicht sogar mehrere?
Nina Rottig - Dog Bakery Team
Liebe Regina,
vielen lieben Dank für deinen Hinweis! Du hast vollkommen recht – beim Übertragen unserer Rezepte in das neue System ist das Eigelb leider untergegangen. Ich habe das Rezept inzwischen korrigiert.
Ganz liebe Grüße
Nina