Halloween Hundekekse mit Kürbis und Hähnchen
Halloween ohne Süßigkeiten ist für uns Menschen kaum vorstellbar. Für Hunde sind Schokolade, Bonbons und andere typische Halloween-Naschereien jedoch nicht geeignet. Deshalb bekommt Dein Hund mit diesen selbstgebackenen Halloween Hundekeksen einfach seine eigene kleine Gruseltüte.
Die herzhaften Ausstechkekse bestehen aus Hokkaido-Kürbis, Karotte und Hähnchenbrust. Dadurch schmecken sie deutlich herzhafter als klassische Kürbiskekse und eignen sich besonders für Hunde, die Fleischsnacks bevorzugen.
Mit Fledermaus-, Gespenster-, Kürbis- oder Knochen-Ausstechern wird daraus ein ganzes Blech voller gruseliger Hundekekse. Damit die Details der Formen auch nach dem Backen erkennbar bleiben, kommt es vor allem auf ein sehr feines Püree und die richtige Teigkonsistenz an.
Was diese Halloween Hundekekse besonders macht
Der Hokkaido-Kürbis bringt Feuchtigkeit in den Teig und sorgt zusammen mit der Karotte für den warmen orangefarbenen Grundton. Die vollständig gegarte Hähnchenbrust gibt den Keksen ein herzhaftes Aroma, ohne dass dafür Leberwurst, Brühe oder stark riechende Zusätze benötigt werden.
Als Basis verwenden wir Buchweizenmehl. Buchweizen ist trotz seines Namens kein klassisches Getreide, sondern zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden. Er ist von Natur aus glutenfrei. e sind deshalb getreidefrei. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sie für jeden Hund mit einer Futtermittelunverträglichkeit geeignet sind. Entscheidend ist immer, welche Zutaten Dein Hund individuell verträgt.
Die Zutaten im Überblick
Hokkaido-Kürbis
Der Kürbis sorgt für Feuchtigkeit, Farbe und eine weiche Grundmasse. Für das Rezept wird der Kürbis ohne Gewürze gegart. VCA führt puren, ungesüßten Kürbis grundsätzlich als mögliche Zutat für Hundesnacks auf. Gesüßte Kürbisprodukte oder gewürzte Kürbisfüllungen sind dagegen nicht geeignet. le des Hokkaido-Kürbisses ist zwar essbar, für fein geprägte Halloween-Motive würde ich den Kürbis trotzdem schälen. Ohne Schale lässt sich die Masse glatter pürieren und die Konturen der Ausstecher bleiben besser sichtbar.
Karotte
Die Karotte ergänzt den Kürbis geschmacklich und farblich. Sie sollte weich gegart und gemeinsam mit dem Kürbis sehr fein püriert werden. Größere Karottenstücke können beim Ausstechen dafür sorgen, dass feine Fledermausflügel oder Gespensterarme ausreißen.
Hähnchenbrust
Die Hähnchenbrust wird vor der Verarbeitung vollständig durchgegart. Anschließend wird sie zusammen mit dem Gemüse püriert. Je feiner die Fleischfasern zerkleinert werden, desto gleichmäßiger lässt sich der Teig später ausrollen.
Du kannst die Hähnchenbrust in derselben Menge durch Putenbrust ersetzen.
Buchweizenmehl
Buchweizenmehl bindet die feuchte Gemüse-Fleisch-Masse und macht den Teig ausrollbar. Da Kürbis, Karotte und Fleisch unterschiedlich viel Feuchtigkeit enthalten können, wird ein kleiner Teil des Mehls als Reserve zurückbehalten.
So musst Du nicht von Anfang an zu viel Mehl einkneten. Ein zu trockener Buchweizenteig wird schnell rissig und lässt sich nur schwer sauber ausstechen.

Gruselige Hundekekse
Zubehör
- Rührschüssel
- großen Kochtopf
- Backpapier
- Backblech
- Keksausstecher
Zutaten
- 250 gr Hokaido-Kürbis
- 150 gr Karotten
- 250 gr Hähnchenbrust (Putenbrust, Entenbrust)
- 1 ganzes Ei
- 1 EL Kokosöl
- ca. 600-700 gr Buchweizenmehl
Anleitung
- Das Gemüse waschen, schälen und ggf. entkernen. Anschließend den Kürbis, die Karotten und die Hähnchenbrust gar bzw. weich kochen.
- Das Gemüse und die Hähnchenbrust in eine große Schüssel geben und mit einem Stabmixer pürieren. Anschließend die restlichen Zutaten nach und nach hinzugeben und mit einem Handrührgerät vermengen. (Manchmal kann es sein das man mehr oder weniger Mehl benötigt, deshalb immer so viel Mehl hinzugeben bis der Teig nicht mehr klebt.)
- Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit Keksausstechern ausstechen. Die Kekse auf ein, mit Backpapier ausgelegtem, Backblech legen und so lange backen bis die Ränder leicht braun werden. Die Backzeit pro Blech beträgt ca. 8-10 Minuten.
- Am Ende alle Hundekekse wieder auf dem Blech verteilen und so lange im Backofen bei ca. 80°C trocknen bis sie richtig hart sind. Das kann ca. 5-6 Stunden dauern, je nachdem wie dick die Kekse sind. Bitte die Backofentür einen Spalt breit offen lassen. Viel Spaß beim Backen!
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So bleiben die Halloween-Motive gut sichtbar
Ein Teig für Hundekekse verhält sich anders als ein klassischer menschlicher Plätzchenteig. Fleischfasern, Gemüse und glutenfreies Mehl können feine Konturen schneller verschwinden lassen.
Für möglichst deutliche Halloween-Motive sind deshalb fünf Punkte wichtig:
Sehr fein pürieren:
Je glatter die Gemüse-Fleisch-Masse ist, desto sauberer werden Kanten und Prägungen.
Den Teig ruhen lassen:
Buchweizenmehl benötigt etwas Zeit, um die Flüssigkeit aufzunehmen. Nach zehn Minuten lässt sich die tatsächliche Konsistenz besser beurteilen.
Nicht zu dünn ausrollen:
Bei ungefähr 5 Millimetern bleiben die Kekse stabil. Sehr dünne Fledermausflügel oder Gespensterarme brechen leichter.
Ausgestochene Kekse kurz kühlen:
Bei sehr detaillierten Formen kannst Du das gesamte Backblech vor dem Backen noch einmal zehn Minuten kaltstellen.
Einfache Formen für den Anfang wählen:
Große Kürbisse, Gespenster, Grabsteine oder Knochen gelingen meist leichter als sehr filigrane Spinnennetze.
Einfache Halloween-Formen ohne Spezialausstecher
Du brauchst nicht zwingend ein komplettes Halloween-Ausstecherset.
Aus einem runden Keks kannst Du beispielsweise einen Kürbis machen. Drücke dafür mit der stumpfen Seite eines Messers vorsichtig einige gebogene Linien in den ausgestochenen Teig.
Ein ovaler Ausstecher kann als Gespenst verwendet werden. Die Unterkante wird einfach mit einem Messer leicht wellenförmig zugeschnitten.
Auch Knochen, Pfoten oder gewöhnliche runde Hundekekse passen zu Halloween, wenn Du sie auf einem dunklen Brett zusammen mit kleinen Zierkürbissen fotografierst.
Halloween Hundekekse natürlich einfärben
Durch Kürbis und Karotte bekommen die Kekse bereits einen warmen orange-braunen Farbton. Für ein gemischtes Halloween-Blech kannst Du einen Teil des Teiges zusätzlich natürlich einfärben.
Für ungefähr 150 g Teig kannst Du verwenden:
- 3 g Rote-Bete-Pulver für rötliche Hundekekse
- 2 g Spirulinapulver für grünliche Hundekekse
- 4 g Carobpulver für dunkelbraune Hundekekse
Das Farbpulver wird gründlich in den jeweiligen Teigabschnitt eingeknetet. Wird der Teig dadurch zu trocken, kannst Du zusätzlich 5 g Wasser einkneten.
Verwende für dunkle Hundekekse ausschließlich hundetaugliches Carobpulver und niemals Kakao oder Schokolade.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Lasse die Halloween Hundekekse nach dem Nachtrocknen vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen. Werden sie noch warm verpackt, kann sich im Behälter Feuchtigkeit bilden.
Sehr gründlich getrocknete Kekse kannst Du kühl und trocken in einer leicht geöffneten Keksdose oder in einem luftdurchlässigen Baumwollbeutel lagern. Da das Rezept frisches Fleisch und Gemüse enthält und die Restfeuchtigkeit zuhause nicht exakt gemessen werden kann, würde ich konservativ mit ungefähr ein bis zwei Wochen planen und die Kekse regelmäßig kontrollieren.
Sind die Kekse innen noch etwas weich, solltest Du sie im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verfüttern.
Für eine längere Aufbewahrung kannst Du die vollständig ausgekühlten Hundekekse portionsweise einfrieren. So musst Du nicht versuchen, die gesamte Menge möglichst lange bei Raumtemperatur aufzubewahren.
Kekse mit verändertem Geruch, weichen Stellen, ungewöhnlichen Verfärbungen oder sichtbarem Schimmel gehören vollständig entsorgt.
Wie viele Halloween Hundekekse darf mein Hund bekommen?
Die Kekse sind ein Ergänzungssnack und kein vollständiges Alleinfuttermittel. Wie viele Dein Hund bekommen kann, hängt von seiner Größe, seinem Gewicht, seiner Aktivität und seiner übrigen Fütterung ab.
Auch selbstgebackene Hundekekse liefern zusätzliche Energie. Tiermedizinische Ernährungsempfehlungen raten dazu, Snacks und Belohnungen insgesamt auf weniger als ungefähr zehn Prozent der täglichen Energieaufnahme zu begrenzen. nere Hunde kannst Du die Halloween Hundekekse entweder mit kleineren Ausstechern backen oder einen größeren Keks vor dem Füttern in mehrere Stücke brechen.
Wichtig an Halloween: Süßigkeiten bleiben tabu
Während Dein Hund seine eigenen Halloween Hundekekse bekommt, sollten menschliche Süßigkeiten sicher außer Reichweite liegen. Besonders Schokolade und zuckerfreie Süßigkeiten mit Xylit können für Hunde gefährlich werden. Auch verschluckte Folien und Bonbonverpackungen können Probleme verursachen. indlichen oder unsicheren Hunden ist außerdem ein ruhiger Rückzugsort sinnvoll. Häufiges Klingeln, fremde Menschen, Masken und Kostüme können für manche Hunde belastend sein.
Fragen aus der Dog Bakery Community
Ja. Du kannst die Hähnchenbrust durch dieselbe Menge vollständig gegarte Putenbrust ersetzen. Auch hier sollte das Fleisch ungewürzt sein.
Für dieses Rezept würde ich das Hähnchen vorher vollständig garen. So kannst Du es besser mit dem Gemüse pürieren und musst Dich beim späteren Trocknen nicht darauf verlassen, dass dickere Kekse im Inneren vollständig durchgaren.
Ja. Butternut-Kürbis kann den Hokkaido ersetzen. Da sein Wassergehalt etwas anders ausfallen kann, solltest Du das Reservemehl besonders langsam einarbeiten.
Meist enthalten Kürbis oder Karotte noch relativ viel Kochwasser. Lasse die Zutaten nach dem Garen gründlich abtropfen und gib dem Buchweizenmehl nach dem Kneten zehn Minuten Zeit zum Quellen.
Erst danach solltest Du weiteres Mehl hinzufügen.
Ein rissiger Teig enthält meistens zu viel Mehl oder ist zu kalt. Knete zunächst 5 bis 10 g Wasser ein und lasse den Teig anschließend einige Minuten bei Raumtemperatur ruhen.
Das kann an zu grob püriertem Fleisch, einem zu weichen Teig oder sehr filigranen Stempelmotiven liegen. Püriere die Masse feiner, kühle den Teig vor dem Ausstechen und stelle die fertigen Kekse vor dem Backen noch einmal kurz kalt.
Grundsätzlich ja, allerdings verkürzt sich dadurch die Haltbarkeit deutlich. Weiche Halloween Hundekekse sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verfüttert oder portionsweise eingefroren werden.
